Die Schauprozesse und die Siegerjustiz in der Nachkriegszeit:

 

 

Grundsätzlich verurteile ich jede Hinrichtung, denn Hingerichtete und gewaltsam Verstorbene bleiben meist erdgebunden. Sie starben traumatisiert und nicht selten zu Unrecht und das Trauma, die Diffamierung, das Unrecht hält sie auf Erden. Außerdem ist es ein Urteil, das nie wieder rückgängig gemacht werden kann. Das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden, steht dem Menschen auch nicht zu.

Die Todesstrafe bzw. Hinrichtung war in vergangenen Zeiten ein übliches Urteil und höchste Strafe weltweit. Wir können stolz darauf sein, dass Deutschland die Todesstrafe schon 1948 abschaffte. Einige Länder, wie z.B. die USA oder islamische Länder, wenden sie noch heute an. Auch die frühere Einstellung, dass Gefängnisse zur Bestrafung existieren, ist heute zum Glück bei uns überholt. Gefängnisse sind da, um das Böse in Gutes zu transformieren und dazu müssen Straftäter durch Motivation und Resozialisierung etwas lernen.

Viele zehntausende von Deutschen und Verbündeten wurden in der Nachkriegszeit nach einem Schauprozess der Siegermächte und nach Folteraussagen überwiegend durch den Strang hingerichtet, und extrem viele andere erhielten sehr lange Haftstrafen unter sehr unmenschlichen Bedingungen. Die Rede ist von ca. 70.000 Verurteilten.

Die Justiz sollte immer einer neutralen Partei überlassen werden. Wenn Sieger richten, ist es Siegerjustiz und das bedeutet so viel wie „unfaire Racheakte“. Es ist mir nicht bekannt, inwieweit Prozesse, in denen eine nicht neutrale Partei richtet, überhaupt gültig sind. Bewusst ließen die Sieger aber nicht ein neutrales Land, wie z.B. Spanien oder die Schweiz, das Verhalten bei Kriegsverbrechen richten, denn dann wäre die gesamte Wahrheit ans Tageslicht gekommen und auch die Siegermächte wären wegen ihren Verbrechen verurteilt worden. Das wollten die Siegermächte auf keinen Fall. Sie wollten sich reinwaschen und Deutschland als Sündenbock sehen. Das ist ihnen auch prima gelungen und viele Deutsche laufen nach so vielen Jahren immernoch mit einem Brett vorm Kopf herum und diffamieren ihre Ahnen.

Da es sich bei den Kriegsverbrecherprozessen um Schauprozesse und Siegerjustiz handelte, für die so gut wie alle Angeklagte zwecks Erhalt einer passenden Aussage oder einer eidesstattlichen Erklärung gefoltert wurden und viele entlastende Zeugen unter Druck gesetzt wurden oder gar nicht erst zugelassen wurden und entlastende Dokumente ebenfalls nicht zugelassen wurden, bleibt die Frage der Schuld dieser Verurteilten bis heute in fast allen Fällen offen. Es war wie bei den Hexenprozessen im Mittelalter. In meinen Augen wurden die wenigsten vermeintlichen deutschen Kriegsverbrecher zu Recht angeklagt oder gar zu Recht verurteilt. Die meisten haben nur ihre Arbeit gemacht, die zu Kriegszeiten oft unangenehm ist und die keiner gerne macht. Von Verurteilungen in Jugoslawien, Polen, Tschechien und Russland las ich Horrorgeschichten, von denen ich einige Male Albträume bekam. Die Unfairness und Grausamkeit dieser Prozesse sind aber bekannt. Verharmlost und totgeschwiegen werden die Verbrechen von Amerikanern, Briten und Franzosen, die ihren osteuropäischen Verbündeten in nichts nachstanden. Bis heute können diese Siegermächte aber damit anscheinend problemlos leben. Sie machen sogar bis in die heutige Zeit hinein weiter so.

Wie dem auch sei: Die Wahrheit macht frei und solange diese verborgen wird, sind wir alle unfrei.

Am schlimmsten traf es die durch die Alliierten Verurteilten in Nürnberg, die fast alle hingerichtet wurden oder lange Haftstrafen bekamen. Ein engagierter, fairer amerikanischer Verteidiger nannte die Nürnberger Prozesse „eine tragische Verhöhnung der amerikanischen Justiz.“ Die durch den Strang hingerichteten wurden sofort eingeäschert und die Asche an einem geheimen Platz in die Isar gestreut. Den Angehörigen wurde die Trauer regelrecht verboten und sie hatten nicht einmal einen Ort zum Gedenken. Auch die Ehefrauen und Kinder wurden inhaftiert und einige Frauen wurden sogar zu einigen Jahren Gefängnis verurteilt.

In diesem Video berichtet eine Zeitzeugin aus Nürnberg, die im Gerichtssaal bei den Prozessen anwesend war, dass die Nazi-Größen nicht zu verteidigen waren. Der Ausgang des Verfahrens stand von vornherein fest.

Dieses Video: bringt Aufklärung über eine weitere Geschichtslüge: Der Hess-Flug. Es war ein Versuch, 1943 den Krieg zu beenden. Es war von englischer Seite aber nicht erwünscht, den Krieg zu dem Zeitpunkt zu beenden, denn das Ziel war, Deutschland zu vernichten. Das war noch nicht erreicht. Rudolf Hess kam für den Rest seines Lebens ins Gefängnis, wo er letztendlich als 92-Jähriger ermordet wurde. Das wird auch gerne verdreht, aus Angst, dass er evtl. doch noch die Wahrheit bringt. Das Gefängnis in Spandau, in dem er so viele Jahre gesessen hat, wurde danach gleich abgerissen. Warum wohl? Was hätte man da finden können?

Es ist bekannt, dass die Inhaftierten des amerikanischen Sektors in Landsberg am Lech unter sehr unmenschlichen Bedingungen in den Gefängnissen gehalten wurden und ich stelle auch jeden Selbstmord oder Tod während der Haft infrage. Das Buch von Pfarrer Morgenschweiss, der die Gefangenen dort betreute, durfte bis heute nicht veröffentlicht werden! Das hat mit Sicherheit einen sehr guten Grund.

Sehr oft stellte sich heraus, dass vermeintliche Verbrechen gar nicht existiert haben, weil die angeblich „Ermordeten“ unter den Siegermächten lebend aufgetaucht sind. Allein der Vorwurf im Gerichtsverfahren war aber die Todesurkunde für das Opfer, denn die Angeklagten wurden dann hingerichtet. Da die Urteile dieser Tribunale unwiderruflich waren, wurden auch diejenigen hingerichtet, deren Unschuld noch vor der Hinrichtung belegt wurde. Weiterhin erhob eine Anzahl von Personen immer wieder falsche oder unbegründete Anklagen gegen deutsche Gefangene und mit Hilfe notorisch meineidiger Zeugen wurden auf diese Weise viele Unschuldige verurteilt und auch hingerichtet. Es war die Justiz des Hasses. Dieser Film über Verurteilte eines Verbrechens, das es gar nicht gegeben hat, hat mir sehr die Augen geöffnet. Es ist schockierend, wie das Leben junger Menschen verpfuscht wurde und wie sie immer wieder von der Vergangenheit eingeholt wurden. Sie haben mit ihren Familien nie wieder Ruhe bekommen, selbst wenn die Unschuld erwiesen wurde.

Ein Großteil der Gräber der Hingerichteten in Landsberg am Lech liegen auf einem kleinen Friedhof in diesem Ort. Inzwischen wurden sie anonymisiert und es ist geplant, diese Gräber einzuebnen. Die Vergangenheit ist aber noch nicht aufgearbeitet. Diese Gräber gehören erhalten, bis alles wahrheitsgemäß geklärt ist.

Die sehr feinen Briten waren nicht besser. Sie haben sehr viele deutsche Kriegsgefangene in London im London Cage grausam gefoltert, und in London hat es auch viele zweifelhafte Selbstmorde von deutschen Kriegsgefangenen gegeben. Die Folterkammern, die in mehreren Herrenhäusern in Kensington Palace Garden, einer der reichsten Gegenden von London, untergebracht waren, wurden vor dem Roten Kreuz verborgen gehalten. Sie waren bis 1948 in Betrieb und „behandelten“ nach 1945 auch eine Reihe deutscher Zivilisten, die dann vor Gericht alles mögliche aussagten, nur nicht die Wahrheit.

Auch in Deutschland werden Horrorgeschichten aus Bad Nenndorf, Hameln, Lüneburg und Minden berichtet und von vielen Hungertoten in der Staumühle bei Hövelhof in der Senne. Auch Engländer haben Deutsche systematisch dem Hungertod ausgesetzt.

Im Curio-Haus in Hamburg wurden viele Deutsche verurteilt und in der Justizvollzuganstalt in Hameln fanden massenweise Hinrichtungen durch den Strang statt und die hingerichteten Frauen sollen – zumindest einige – vorher noch vergewaltigt worden sein. Die Männer wurden alle gefoltert. Sehr viele waren Aufseher und weiteres Personal des KZ Bergen-Belsen, wo eine große Typhus-Seuche ausbrach, die vermutlich eingeschleppt wurde und nicht in Griff zu bekommen war. Eine unbekannte große Anzahl an Häftlingen, sowie auch viele Leute des deutschen Personals, sind  daran verstorben. Es kam hinzu, dass Engländer die Wege zum KZ bombardiert hatten und der Zugang blockiert war, so dass das KZ nicht mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden konnte. Heute wird so getan, als hätten die bösen Nazis den KZ-Häftlingen das Essen und die Medikamente verweigert. Zum Glück scheint inzwischen kaum einer noch zu glauben, dass die Juden dort vergast wurden. Es muss eine entsetzliche, verzweifelte Situation für Personal und KZ-Insassen gewesen sein. Die Leichen sollen überall herumgelegen haben und konnten nicht schnell vergraben werden.

Die meisten KZ-Wärterinnen waren junge Frauen Anfang 20, oft noch unreif und machthungrig. In den damaligen Zeiten waren solche Eigenschaften üblicher als heute. Denen hatte man Häftlinge anvertraut. Ich kann es mir vorstellen, dass sie ihre Macht missbraucht haben und sich dabei sehr groß vorkamen und Häftlinge ohrfeigten und anbrüllten. Sie haben sich deshalb aber keine Hinrichtung verdient.

Die Hingerichteten wurden anfangs in der Justizvollzugsanstalt in Hameln in einem Massengrab anonym begraben. Erst nach Abzug der Engländer wurden sie identifiziert und auf einen Friedhof in Hameln umgebettet, wo sie noch bis in den 80er Jahren zu finden waren. Inzwischen wurden sie eingeebnet. Den Deutschen wird das Gedenken an die eigenen Toten und Opfer des brutalen Besatzungsregimes verwehrt.

Auch Franzosen richteten viele Deutsche in Schauprozessen hin: Im Schloss Rastatt, in Metz, Paris, Dijon, Sandweier, Fort Ney. Dabei kannten sie keine Rücksicht. Die Frau eines deutschen Politikers im Elsass wurde gemeinsam mit der damals zwölfjährigen Tochter festgenommen und durch die Straßen von Straßburg getrieben. Die Frau wurde später in ein algerisches Bordell nach Paris verschleppt, wo sie sich nach mehreren Vergewaltigungen in den Tod stürzte. Wer glaubt, dass das ein Einzelfall war, ist naiv.

Sehr gemeine Schauprozesse gegen Deutsche gab es auch in Polen. In Krakau fanden die Prozesse gegen die Verantwortlichen des KZ Auschwitz statt. Da gab es auch mehrere Hinrichtungen und viele langjährige Urteile. Ganz interessant ist das was die deutschen Nachrichten 1948 über die Opferzahl des KZs brachten. S. hierzu hier:

In Warschau wurden vermeintliche Verantwortliche des Aufstandes im Ghetto von Warschau verurteilt. Tatsächlich haben in Warschau und anderen Orten in Polen Kriegsverbrechen durch die Sondereinheit Dirlewanger und evtl. andere stattgefunden. Diese Sondereinheit wurde aus Vorbestraften, die aus dem KZ Sachsenhausen geholt wurden, zusammengesetzt. Die einzelnen Straftäter wurden aber vor deutschen Gerichten bereits angezeigt und verurteilt. Trotzdem wollen Polen noch einmal Straftäter gefunden haben und haben sie hingerichtet.

Eine weitere riesige polnische Grausamkeit widerfuhr den KZ-Aufseherinnen und einigen Kapos des KZ Stutthoff in Danzig am 4.7.1946. Was auch immer sie taten: Den Tod haben sie sich sicher nicht verdient. Sie wurden öffentlich auf dem Stolzenberg (heute ein bebautes Gebiet in Danzig) gehenkt. Es sollen etwa 200.000 Leute anwesend gewesen sein, sogar Kinder. So etwas macht dem polnischen Pöbel wohl Spaß. Hier einige Fotos: . Auch diese Mädchen waren erst Anfang zwanzig, unreif und dumm, aber Schlimmes haben sie mit Sicherheit nicht getan. Es war reine Siegerjustiz. Sie wurden recht unprofessionell von ehemaligen KZ-Häftlingen gehenkt, die sich als KZ-Wärter verkleideten.

Über eine weitere polnische Grausamkeit berichtete vor einiger Zeit im Internet die deutsche Minderheit in Danzig. Sie berichteten, dass man in Danzig in 1945 und 1946 einige Tausend „verdächtige“ Deutsche ins Gefängnis einsperrte und viele davon hinrichtete. Die Zellen des Gefängnisses waren total überfüllt mit Leuten, die vielleicht eine Kleinigkeit verbrochen hatten, wie z.B. einen Russen oder Polen geschlagen, der seine Töchter vergewaltigen wollte, oder eine Waffe zu seinem Schutz besaß. Oftmals waren 20 Leute in einer kleinen Zelle inhaftiert und verdreckten in ihrem eigenen Kot. Der Typhus brach aus und die Menschen starben wie die Fliegen. Die Seuche breitete sich über ganz Danzig aus, wo sich noch große Flüchtlingsmassen befanden, die von den Schiffen nicht mehr rechtzeitig abgeholt werden konnten. Sie starben in großen Mengen. Einige von ihnen wurden auf dem Friedhof beerdigt. Die große Masse wurde aber in die Gräben geworfen, die die Deutschen beim Vormarsch der Russen zur Verteidigung der Stadt gegraben hatten. Die Stadt soll voll davon gewesen sein. Da liegen die unidentifizierten Leichen noch heute.

Befasst man sich mit den deutschen Verurteilten in Polen, stellt man schnell fest, dass etwa die Hälfte von ihnen die Haft nicht überlebt hat. Auffällig viele starben schon vor dem Prozess. Davon hört man aber nichts. Manchmal hatten die Verurteilten nur eine Strafe von 2 oder 3 Jahren abzusitzen, waren ca. 25 Jahre alt und starben im Gefängnis in großen Mengen. Ich schließe daraus, dass es überall wohl ein ähnliches Problem wie im Danziger Gefängnis gegeben hat.

In allen Fällen muss den Überlebenden ein Versprechen abgepresst worden sein, nichts über die Zeit in der Gefangenschaft zu berichten. Fast alle Betroffenen sagten deswegen auch nichts mehr. Es waren gebrochene Menschen und als sie in ihre Heimat zurückkamen (wenn sie noch eine hatten), wurden sie von der gehirngewaschenen deutschen Bevölkerung als „Kriegsverbrecher“ diffamiert.

Nur Russen gaben sich keine Mühe, ihre Verbrechen zu vertuschen, und die deutschen Gefangenen brauchten draüber auch nicht schweigen. Ich las dazu ein gutes Buch „Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944-1947) von Weigelt, Müller, Schaarschmidt, Schmeitzner. Im Internet findet man eine Leseprobe. Hoch interessant war aber der Teil der Kurzbiographien aller Hingerichteten. Das waren zehntausende! Ein ganz großer Teil waren Zivilisten aus der ehemaligen DDR, die z.B. ihre Töchter vor der Vergewaltigung eines Russen schützen wollten, oder ähnliche „Verbrechen“ begangen hatten. Andere waren Jugendliche unter Werwolf-Verdacht. Diese Jugendlichen waren aber unschuldig, oder hatten zumindest nichts getan, das eine Todesstrafe rechtfertigt. Zu den Werwölfen in russischer Gefangenschaft gibt es auch ein gutes Buch: „Erschossen im Morgengrauen“ von Benno Prieß, der als 14-jähriger unter Werwolf-Verdacht in mehreren Speziallager der Russen war und dann nach Russland in ein Arbeitslager kam. Er überlebte es und lebt auch heute noch.

Andere waren Polizisten oder Eisenbahner, aber auch viele Künstler und Lehrer. Auch Ärzte, denen vorgeworfen wurde, verwundete Russen nicht korrekt behandelt zu haben, wurden hingerichtet. Kaum einer wurde dabei verurteilt und alle wurden gefoltert, bis sie „zugaben“. Mehrere hunderttausende kamen in russische Speziallager (darüber berichte ich noch), sehr viele, die in Speziallagern waren, wurden hingerichtet (viele wurden zur Hinrichtung nach Brest deportiert), fast alle wurden gefoltert und viele starben an Hunger, Kälte und Krankheiten in den Lagern.

Auch die Prozesse an deutschen Generälen und anderen Militärs hohen Ranges in Russland, die ab 1943 stattfanden, waren Schauprozesse. Sie wurden alle gefoltert. Danach wurden sie entweder gehenkt (meist öffentlich, darüber gibt es viele Fotos), oder sie kamen in russische Gulags, wo viele verstarben.

Im Wald von Katyn gab es einmal ein Massaker an ca. 15.000 polnischen Offizieren. Die Schuld für den Tod dieser Menschen wurde sofort den Deutschen aufgebürdet, obwohl diese Menschen auf Anordnung von Stalin erschossen wurden. Die Siegermächte sollen den wahren Verantwortlichen gekannt haben. Erst 1990 gab Gorbatschow die Hinrichtungen im Wald von Katyn zu. Für dieses russische Verbrechen wurden in Leningrad dafür aber mehrere Deutsche gehenkt, die vor ihrer Hinrichtung alle „die Tat zugaben“. Noch lebende verantwortliche Russen wurden jedoch nie angeklagt. Falls jemand glaubt, dass diese Verdrehung von Tatsachen ein Einzelfall war, der ist naiv. Und falls jemand glaubt, dass diese hingerichteten Deutschen nicht schwer gefoltert wurden, um ein „Geständnis“ zu erpressen, der ist ebenfalls naiv.

Damit will ich keinesfalls sagen, dass alle in Russland Hingerichteten oder zu Arbeitslager verurteilten immer unschuldig waren. Da es aber alles sehr unfair, und mit Folter, unmenschlichen Strafen und gestellten Fotos, zuging, weigere ich mich zu glauben, dass sich alle Deutsche in Russland den Tod verdienten und Kriegsverbrecher waren. Das ist eine Diffamierung und unter dieser Diffamierung unserer Bundesbürger litten nicht nur danach die Täter, sondern auch ihre Nachfahren. Diese Männer hatten ihr Heimatland verteidigt und glauben, das Richtige zu tun und nach Anweisung zu arbeiten.

Noch gemeiner als die Russen sollen die Serben gewesen sein. Gem. Zeugenaussagen sollten die deutschen in Gefangenschaft „gestehen“. Sie sollten unter Folter sagen, wieviel Zivilisten sie umgebracht hatten. Da die meisten von ihnen nichts getan hatten und nichts gestanden hatten, wurden sie mit Schlägen gefoltert. Dann unterschrieben die meisten auch, dass sie z.B. 5000 – 15.000 Zivilisten ermordet hatten. Wer nicht unterschrieb, wurde nochmal gefoltert. Spätestens die 3. Folter überlebte keiner und einige wurden zu Tode gefoltert. Viele wurden in Ljubljana oder Belgrad gehenkt. Die sehr große deutsche Minderheit, die Donauschwaben, wurden in serbische Arbeitslager gebracht und wurden fast ausgerottet. Das gleiche Schicksal widerfuhr den Ungarn, die dort auch lebten.

In Serbien, so wie auch in anderen besetzten Ländern, wurden deutsche Soldaten immer wieder von Partisanen ermordet. Deshalb erschossen deutsche Soldaten auch Geiseln. Auch wenn es eine unmenschliche Methode ist, um sich Respekt zu verschaffen, ist dieses Verfahren gem. dem Kriegsvölkergewohnheitsrecht eine zulässige Repressalie. Trotzdem wurden Deutsche deswegen in Griechenland, Jugoslawien, Italien und andere Länder hingerichtet.

Noch bis in die heutige Zeit verfolgt Deutschland auch noch vermeintliche NS-Verbrecher. In der BRD wurde die Todesstrafe zwar 1948 abgeschafft, aber die Prozesse waren ebenfalls nicht fair. Sie basierten nicht auf Fakten, wie man uns gerne erzählt, sondern auf Hinweise. Dazu reichten Zeugenaussagen aus. Ansonsten reichen Zeugenaussagen nämlich nicht aus, weil Zeugen auch lügen können. Zeugen lügen z.B., wenn sie durch die Lüge einen Vorteil haben. Das sind Zeugen, die man überhaupt nicht hätte zulassen dürfen. Es gab viele von der Sorte. Dafür wurden entlastende Zeugen nicht zugelassen.

Auffällig ist auch, dass vermeintliche Täter, die in den KZs gearbeitet haben, nur geringe oder gar keine Haftstrafe bekamen, wenn sie die Gaskammern in den KZs zugaben und bereuten. Wenn sie sie nicht zugaben, bekamen sie Haftstrafen von 10 bis 20 Jahren. Der letzte, der durch „Zugeben“ frei kam, war Herr Gröning. Hätte er nicht „zugegeben“, wäre er haftfähig gewesen.

Es sieht ja fast so aus, als ob unsere Gerichte bis in die heutigen Tage auf Anweisung der Siegermächte richten.

Unfaire und sehr gemeine Schauprozesse  gab es auch in der ehemaligen DDR. Richter und Staatsanwälte hatten den Erwartungen der SED-Führung und den russischen Besatzern zu entsprechen und auch die SED-Justizministerin Hilde Benjamin war daran beteiligt. Kein Urteil sollte unter 5 Jahren Haft ausfallen.

Bekannt wurden die „Waldheimer Prozesse“, wo in 1950 3324 Angeklagte überwiegend wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu Freiheitsstrafen von 15 bis 25 Jahren verurteilt wurden. Die Angeklagten wurden aus den verbliebenen drei sowjetischen NKWD-Speziallagern Bautzen, Buchenwald und Sachsenhausen, in denen sie teilweise seit 1945 inhaftiert waren, nach Waldheim gebracht, da die Sowjets die Lager auflösen wollten. Die einzelnen Verfahren dauerten häufig nur wenige Minuten, ohne kritische Würdigung des von den sowjetischen Untersuchungsorganen vorgelegten Belastungsmaterials, und bis auf wenige Ausnahmen ohne Zulassung von Rechtsbeiständen.

Ein in 1945 14-Jähriger, der unter Werwolf-Verdacht stand und bereits 5 Jahre in Speziallagern verbracht hatte, wurde in Waldheim zu 20 Jahren Haft verurteilt. Weitere 57  Jugendliche wurden auf ähnliche Weise verurteilt. Drei weitere Jugendliche verstarben in Waldheim in Haft. Im November 1950 wurden 27 Todesurteile vollstreckt.

Ab 1952 wurde eine zentrale Hinrichtungsstätte im ehemaligen königlich-sächsischen Landgericht in Dresden eingerichtet. Dort wurde das Fallbeil aus dem Dritten Reich, das kurz vor Kriegsende schon nicht mehr angewandt wurde, verwendet. Die Leichen der Hingerichteten wurden unter größter Geheimhaltung zum nahe gelegenen Urnenhain Tolkewitz gebracht und anonym verbrannt. Die Asche wurde in „Sammelstelle C, Feld III“ vergraben, wo die Urnen der Hingerichteten auf einem unbepflanzten Teil der Sammelstelle liegen. Hingerichtet wurden vermeintliche Kriegsverbrecher, sowie auch Mörder, Gegner und andere. Neben üblichen Verbrechern wurden in Dresden mehrere vermeintliche Kriegsverbrecher und Aktivisten des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 geköpft. Die offizielle Todesursache lautet in fast allen Fällen „Herz und Kreislaufversagen“. D.h., es wurde „heimlich“ hingerichtet.

Von 1960 bis 1981 wurde die zentrale Hinrichtungsstätte von Dresden nach Leipzig in der Justizvollzugsanstalt im Gebäude des ehemaligen Königlichen Landgerichts im Erdgeschoss der Leipziger Arndtstraße 48 verlegt. Dort wurden insgesamt 64 Menschen hingerichtet. Zunächst geschah dies weiterhin mit dem Fallbeil, seit 1968 jedoch durch Erschießen in Form eines unerwarteten Nahschuss in das Hinterhaupt des Verurteilten. Erst 1987 wurde der letzte Angeklagte hingerichtet. Die Leichen der Hingerichteten wurden unter größter Geheimhaltung zum nahe gelegenen Südfriedhof gebracht und anonym verbrannt. In den Krematoriumsbüchern stehen keine Namen, sondern lediglich der Vermerk „Anatomie“. Die Asche wurde anonym verscharrt.

Auch in Österreich fanden Prozesse in der Nachkriegszeit statt. Darunter waren viele Prozesse bei Euthanasie-Verbrechen, in denen die Verurteilten zu „schwerem Kerker“ verurteilt wurden. Das ist eine Haft im Dunkeln und in Isolation. Viele Menschen waren so viele Jahre eingesperrt. Zum Thema „Euthanasie“ schrieb ich bereits über meinen Besuch in Hadamar hier: (bitte runterscrollen)

In Österreich fand auch ein Großteil der Stanislau-Prozesse statt. In Stanislau soll ein großes Verbrechen an Juden stattgefunden haben. Schon Russen führten in Wien einen Stanislau-Prozess und verurteilten die Angeklagten zu 25 Arbeitsjahre in einem Russischen Gulag. Aber auch Österreicher, sowie auch deutsche Gerichte verurteilten Verantwortliche.

Viele Prozesse hat es auch in Holland, Belgien, der Tschechei, der Slowakei und Ungarn gegeben. Wahrscheinlich auch in anderen Ländern. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, hat es auch dort Todesurteile und langjährig Verurteilte gegeben.

Als ich die Aufrufe für die deutschen Opfer der Siegerjustiz schrieb, konnte ich die Wut nicht vermeiden und sie war überall herauszulesen. Der Vortrag wurde viel zu geschichtlich, lang und kompliziert und die Wut war überall herauszuhören. Danach lief alles nur noch schief. Es begann mit dem Platz, den ich im Friedhof an einem Kriegerdenkmal für das Ritual ausgewählt hatte. Er war ziemlich schmutzig, von der Straße hörte man sehr oft Stimmen und Autolärm und der Tag war grau und kalt. Weder der Ort, noch der Vortrag, noch der Tag stimmten. Erst danach fiel mir auch auf, dass die Angeklagten, Hingerichteten und langjährig Verurteilten nicht als „Opfer“ des Krieges betrachtet werden, sondern als „Verbrecher“, und dass ich am falschen Denkmal stand. Es gibt keine Gedenkstätte für diese Menschen. Kaum einer von ihnen hat heute überhaupt noch ein Grab!  Es ist auch nicht erwünscht, an diese Menschen zu erinnern! Da nicht alles wie geschmiert lief, gehe ich davon aus, dass keine richtige geistige Hilfe vorhanden war und ich das Ritual in einer anderen Form wiederholen musste.

Ich hab auf diesem Friedhof nach dem verpatzten Ritual noch die Kriegsgräber besucht. Den Gefallenen und Bombentoten schenkte ich noch den letzten Rest von meinen Blumen. Vielleicht musste ich hierfür auf diesen Friedhof kommen.

Ich schrieb zuhause deshalb den Aufruf nochmal ganz neu und ganz anders, viel kürzer und viel einfacher. Alles was von der geistigen Welt kommt ist einfach, ist mir mehrmals gezeigt worden!  Für das 2. Ritual machte ich mir die Mühe, aus dem Internet die Namen von betroffenen Personen (Gehenkte, langjährig Verurteilte, Selbstmörder und auf ungeklärte Weise Verstorbene und Verschwundene) herauszusuchen, um sie namentlich im Vortrag aufzurufen. Ich meine, dass ein großer Teil dieser Menschen noch erdgebunden ist, weil sie hingerichtet wurden oder gewaltsam verstorben sind, weil sie größtenteils unschuldig waren, weil sie nur ihre Arbeit getan haben, weil sie viel zu hohe Strafen bekamen, gequält wurden, in Sorge um ihre Angehörigen starben und ihre Gräber nicht mehr existieren oder anonymisiert wurden. Sie werden nämlich nicht nur vergessen, wie die deutschen Flüchtlingen, Kriegsgefangenen, Massakrierten, sondern sie werden zusätzlich sogar von der deutschen Bevölkerung diffamiert und als Verbrecher und Massenmörder betrachtet und die Menschen distanzieren sich heuchlerisch und empört von ihnen, ohne zu berücksichtigen, dass sie einer Siegerjustiz zum Opfer fielen und für ihre Aussagen gefoltert wurden . Sogar deren Kinder haben es im Leben schwer. Schließlich wissen wir alle nicht genau was gewesen ist und die Siegermächte haben durch die Folteraussagen die Geschichte so verdrehen können wie sie ihnen passte.

Alle Hingerichteten in Hameln und in Landsberg am Lech sind im Internet zu finden. Bei dem Rest war es schwerer. Noch während ich nach den Namen am PC recherchierte, hatte ich das Gefühl, dass so manch eine Seele dabei durch eine weiße Kerze, die ich neben mir angezündet hatte, aufstieg. Meine Gedanken und mein Interesse an seiner persönlichen Geschichte, hat das Wesen vermutlich zum Aufstieg bewogen. Leider konnte ich von den unteren Rängen keine Namen mehr finden und nur allgemein an diese Menschen erinnern. Ach, ich hätte am liebsten alle aufgerufen!!!

Am 20.12.2012, ebenfalls ein Tag mit hoher Energie, las ich dann diesen zweiten Vortrag mit vielen Namen für diese Seelen vor. Dieses Ritual habe ich zum ersten Mal bei mir zuhause abgehalten! Es war ein kalter und verschneiter Tag und drinnen war es warm und gemütlich. Draußen im Garten, direkt vor dem Fenster meiner Wohnung, befindet sich ein Blumenbeet, und mitten im Beet ist ein Baumstumpf. Dieses Beet mit dem Baumstumpf in der Mitte habe ich immer besonders geliebt. Im Sommer verdecken die Büsche den Stumpf und im Winter schmücke ich ihn, indem ich einem Kranz aus Tannen, Lebensbaum, Tannenzapfen und getrocknetem Heidekraut dicht um ihn herum bilde. Auf diesem Stumpf und inmitten dieses Kranzes habe ich für mein Ritual eine weiße Kerze gestellt und angemacht, schaute aus der gemütlich warmen Wohnung durch das Fenster hinaus auf dieses schöne Bild zwischen den Büschen und las dabei den Aufruf für den Aufstieg der Hingerichteten, Diffamierten, Selbstmördern und langjährig Verurteilten mit der Namensliste vor. Es war ein wunderschöner Blick aus dem Fenster. Es war alles verschneit und weiß, nur der Kranz mit den Blumen hatte eine andere Farbe und die weiße Kerze brannte in der Mitte.

Nicht alles klappt immer sofort! Manchmal erfordert alles ein wenig Zeit und Geduld und – solange das Ziel erreicht wird – ist das auch in Ordnung. Ich meine, dieses 2. Ritual war durchaus erfolgreich.

Am 25.5.2013 besuchte ich noch einmal Camp King und das gegenüberliegende Haus Alaska. Neben dem Wiesenlager für Beamte und Soldaten (darüber berichtete ich im Punkt „Rheinwiesenlager“) und den Folterungen an SS-Leuten und Kriegsgefangenen (darüber berichtete ich in dem Punkt der amerikanischen Geheimdienste), wurden dort 1945 einige Nazigrößen in den von der Bevölkerung komplett geplünderten Baracken untergebracht, bevor sie zu den Nürnberger Prozessen kamen. Hjalmar Schacht, der dort inhaftiert war, berichtete, dass Camp King ein Vorgeschmack zu Nürnberg war. Die Pritschen zum Schlafen waren Holzbretter und es gab nur eine Wolldecke. Das Essen bestand aus wenigen halb gar gekochten Erbsen, die unverdaulich waren. Auch von „nichts weiter als vier Kekse am Tag“ wurde berichtet. Dabei hatten Amerikaner genug Lebensmittel. Das war Schikane. Es liegen Berichte von körperlichen Mißhandlungen, Beleidigungen, Pöbeleien und Beschimpfungen vor. Inhaftiert waren dort u.a. Karl Dönitz, der Historiker Percy Schramm, der Industrielle Hermann Röchling, der Schriftsteller Hanns Johst, Finanzminister Lutz Schwerin von Krosigk, der Generalfeldmarschall Maximilian Freiherr von Weichs, Prinz Phillip von Hessen, Hitlers Leibarzt Prof. Hanskarl von Hasselbach, Hitlers Zahnarzt Dr. Hugo Blaschke, Fritz Thyssen, Leiter des Thyssen-Konzerns, General Adolf Heusinger, Oberst Bogislaw von Bonin, die Fliegerin Hanna Reitsch und viele viele andere.

Wegen den prekären Verhältnissen, wurden diese Nazi-Führungsleute zu einem späteren Zeitpunkt in das Haus Alaska umquartiert, das etwa 100 m außerhalb des Geländes von Camp King liegt und heute ein Altersheim ist. Das Haus Alaska ist eine schöne Villa im Taunusstil mit einem schönen, großen Garten vor und hinter dem Haus. Der hintere Garten grenzt an den Urselbach. Hier mal ein Bild:

Ich lief einmal um die Villa gegen den Uhrzeigersinn herum und räucherte. Im Anschluss setzte ich mich auf eine Bank im Vordergarten und hielt das Ritual für alle Gefangenen in diesem Haus ab. Kein Mensch war zu sehen und ich hatte Ruhe. Es war abends, ziemlich spät. Die Temperatur war angenehm und es machte Spaß in diesem schönen Garten zu sitzen.

Im April 2013 machte ich nochmal eine Tour durch die Stadt Frankfurt. Dieses Mal  ging ich u.a. zum Haus Gallus im Gallus-Viertel. Im 1. Stock befindet sich ein Saal. Dort fanden die ersten Auschwitz-Prozesse der Nachkriegszeit statt, wo der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, selbst Jude, eine erhebliche Rolle spielte. Er ließ etwa 200 jüdische Zeugen auftreten und viele Angeklagte (Wachleute, Aufseherinnen, etc.) bekamen aufgrund von Zeugenaussagen hohe oder lebenslange Haftstrafen. Eine Infotafel am Eingang des Hauses erinnert an den Prozess und an Fritz Bauer. Da Herr Bauer mit Sicherheit im KZ Auschwitz weder nach Leichen gesucht hat, noch die Gaskammern forensisch untersuchen ließ, noch die Krematorien prüfte, handelte es sich hier ebenfalls um Urteile, die unsere deutschen Gerichte nur auf Zeugenbasis erlassen haben. Die Zeugenaussagen haben sich teilweise auch noch widersprochen! Da Menschen auch Lügen können, haben Überprüfungen des Tatortes und Dokumente Vorrang. Seltsamerweise galt das alles für die Sieger nicht. Auch die Nachkriegsprozesse in Deutschland waren Schauprozesse!

Es war nicht möglich, einmal um das Haus Gallus herumzulaufen. Dafür konnte ich um den Häuserblock laufen. Ich setzte mich danach auf eine Bank im gegenüberliegenden Park, blieb dort eine ganze Weile und sprach einen Aufruf für die Verurteilten aus.

Die zweiten Auschwitz-Prozesse in der Nachkriegszeit fanden im Römer statt (so heißt das Rathaus und der Marktplatz von Frankfurt). In den 3. Frankfurter Prozessen der Nachkriegszeit wurden die Euthanasie-Verantwortlichen verurteilt. Sie fanden im Landgericht Frankfurt statt, den ich ebenfalls im Juni 2013 besuchte.

Am 25.4.2013 fuhr ich bei einem herrlichen Frühlingswetter nach Kransberg bei Usingen im Taunus. Dort besuchte ich das Schloss Kransberg. Hier mal ein Foto. Dieses Schloss diente den Amis zu Kriegsende als Gefangenenlager für deutsche Wissenschaftler und Techniker, sowie für deutsche Verantwortliche für die Rüstung. Hier wurden Albert Speer, Wernher von Braun, Ferdinand Porsche, alle deutschen Wissenschaftler, die in die USA im Rahmen der Operation „Paperclip“ verschleppt wurden, und viele viele mehr untergebracht. Das Gefangenenlager nannte sich „Camp Dustbin“ und die Gefangenen wurden hier verhört.

Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz und ich konnte das Gelände nicht betreten. Ein verschlossenes, etwa drei Meter hohes Eingangstor diente als Haupteingang. Ich konnte das Schloss auch nicht komplett umgehen, denn an einem kleinen Stück von ca. 20 – 25 Metern verhinderten es die Felsen. Das Ritual hielt ich im Garten der kleinen Schlosskapelle ab, die sich außerhalb des Schlossgeländes befindet, jedoch dicht am Schloss ist.

Ich kann es nicht sagen, ob hier ein Gefangener zu Tode kam und ob hier auch gefoltert wurde. Zumindest wurde unangenehm verhört und so manch ein Wissenschaftler musste dort sein Wissen für die Amerikaner niederschreiben. Diese Leute wurden auch nicht vor Gericht gestellt, obwohl viele in den KZs gearbeitet haben und viele auf die Arbeit von Fremdarbeitern angewiesen waren und davon wussten. Das belastet das Schloss und den idyllischen kleinen Ort und ich meine, mein Ritual hat etwas gebracht, denn ich war damit zufrieden.

Aber nicht nur die Wissenschaftler wurden von den Siegermächten mitgenommen bzw. mussten ihr Wissen abgeben. Zusätzlich wurden alle deutschen Betriebe demontiert und die Anlagen wurden als Kriegsbeute mitgenommen. Die Demontage mussten deutsche Kriegsgefangene machen. Ich sah mal ein Foto von der Demontage der BASF aus 1945. Da blieb keine Schraube mehr übrig. Die V-2 -Raketen wurden sogar gemeinsam mit der ersten Gruppe von Wissenschaftlern verschifft. Ich nenne das Plünderung. Man nahm den Deutschen auch noch das letzte Stückchen von dem was sie noch hatten.

In Oberursel besuchte ich auf der Hohemarkstraße auch die Firma Porsche. Während der Kriegszeit war es die Firma Klöckner-Humboldt, die LKWs herstellte. Dort haben ehemalige deutsche Kriegsgefangene den Betrieb demontieren müssen. Die Kriegsgefangenen wurden in Baracken gegenüber der ehem. Klöckner-Humboldt untergebracht. Es waren die ehemaligen Baracken der Fremdarbeiter, die jedoch recht sauber und gut eingerichtet waren. Die Baracken wurden danach abgerissen und heute steht ein Sozialviertel an dieser Stelle. Dieses bin ich ebenfalls einmal umfahren.

 

Aufruf für die Opfer der Siegerjustiz in der Kriegs- und Nachkriegszeit:

 

An alle erdgebundenen Wesen, die Opfer eines verharmlosten, vergessenen oder geleugneten Verbrechens wurden. An alle Opfer der Schauprozesse und der Siegerjustiz nach dem 2. Weltkrieg und das Leid der „Verhörten“, „Verurteilten“ und „Diffamierten“

Liebe Soldaten, Politiker, Amtsinhaber, Betriebsvorsitzende, Jugendliche und Zivilbevölkerung, die Ihr während und nach Kriegsende wegen vermeintlichen Kriegsverbrechen verhört, verurteilt, extrem hohe, unmenschliche Strafen erhieltet, gefoltert wurdet, hingerichtet und zeitlebens diffamiert wurdet: Ich habe Euch alle nicht vergessen und behalte Euch in Erinnerung!!!

Liebe Wesen, Ihr wurdet Opfer einer Siegerjustiz, die eingerichtet wurde, um mögliche Verbrechen von Deutschen oder von ihren Verbündeten wie eine Tatsache auszulegen. Ihr ward Opfer von niveaulosen, rücksichtslosen Rächern. Bis heute wurde nicht nach Fakten, wie z.B. Massengräbern, gesucht und auch keine gefunden. Bis heute wurde kein deutsches KZ korrekt untersucht. Es wurden keine forensischen Untersuchungen durch internationale und rechtsstaatliche Gremien durchgeführt. Unter Folter erzwungene Geständnisse, die sehr oft falsch waren, wurden als Tatsache betrachtet. Kreuzverhöre von kritischen Zeitgenossen blieben in der Regel aus. Kritische Fragen an weiteren Zeugen werden durch Funk und Fernsehen nicht gestellt. Interessierten Forschern wurde der Zugang zu Zeugen verweigert, Revisionisten können eingesperrt werden, wenn sie die vermeintlichen Tatsachen nur infrage stellen. Etablierte Historiker reagieren auf die offenen Fragen heute aggressiv und entwerten neu hervorgebrachte Dokumente sofort als Fälschung.

Viele Anklagepunkte waren extrem gering und lächerlich, die Urteile basierten meist nur auf Geständnisse, die durch Folter oder Druckmitteln erzwungen wurden, oder auf Aussagen von unglaubwürdigen Zeugen, und die Urteile waren unmenschlich und viel zu hoch. Selbst Jahre nach dem Krieg, als die Todesstrafe durch das Grundgesetz in Deutschland schon längst abgeschafft war, haben die Rächer in Deutschland noch vermeintliche Kriegsverbrecher durch den Strang hingerichtet.

Völlig außer Acht ließen die Siegermächte die Tatsache, dass es deutsche Militärgerichte und entsprechende Urteile gab, die Verbrechen von deutschen Soldaten schnell und streng bestraften. Dadurch waren weitere Verfahren größtenteils überflüssig.

Ich gedenke aller Opfer der amerikanischen Schauprozesse.

  • Ich gedenke aller Opfer der Prozesse, die in Dachau, Ludwigsburg, Darmstadt und Salzburg abgehalten wurden, für die das Gericht nur 2 Minuten für jeden Angeklagten benötigte, die mit Urteilen ohne Begründung und ohne Anfechtungsmöglichkeit abgefertigt wurden und gegen die Todesurteile oder sehr lange Haftstrafen ausgesprochen wurden. Ich gedenke der Opfer des Schauprozesses wegen dem Kriegsverbrechen von Malmedy bei der Ardennenoffensive, das es gar nicht gegeben hat. Ich gedenke der Verurteilten, die wegen Mißhandlung von abgesprungenen alliierten Flugzeugbesatzungen, die davor deutsche Altstädte und Wohnviertel bombardiert hatten, Menschen mit Tieffliegern gejagt und auf spielende Kinder geschossen hatten, bestraft wurden. Ich gedenke der Opfer aller weiteren Prozesse in Dachau, so gegen mehrere KZ-Lagerbetreuer der KZ Dachau, Flossenbürg, Mauthausen und andere.
  • Ich gedenke der Opfer aller amerikanischen Folterzentralen, so z.B. Ebensee, Freising, Oberursel (Camp King), Zuffenhausen, Schwäbisch Hall, Bad Mohndorf und weitere. Ich gedenke aller Opfer, die in amerikanischen Untersuchungsgefängnissen oder während der Hauptverhandlung deutliche Spuren von Hautverbrennungen, zerstörte Nagelbetten durch brennende Streichhölzer, herausgerissene Fingernägel, ausgeschlagene Zähne, zerbrochene Kiefer, zerquetschte Hoden, Wunden aller Art durch Prügel mit Knüppeln, Schlagringen und Fußtritten hatten. Ich gedenke auch der Opfer weiterer „Verhörzentren“, die unter anderem von nackt in dunkle, kalte, nasse Räume eingesperrt oder von tagelanges Verbringen in heißen Räumen ohne Flüssigkeitszufuhr berichteten, Scheinprozesse, Scheinverurteilungen, Scheinhinrichtungen, falsche Seelsorger, Übergießen mit Fäkalien, Schläge mit überdecktem Gesicht erhielten, u.v.a.m. erdulden mussten, das Gefühl des wehrlosen Ausgeliefertseins bei totaler Isolation von der Außenwelt und den Mitgefangenen hatten und mit Drohungen und Versprechungen gegen die Kameraden ausgespielt wurden, um durch falsche Belastungsaussagen den Widerstand der Gefangenen zu brechen.
  • Ich gedenke aller Opfer, die nach stunden- und tagelangen Verhören zusammengeschusterte, oft umformulierte eidesstattliche Erklärungen unterschrieben haben und dann zum Tode verurteilt wurden. Ich gedenke der Opfer, die aufgrund von unzulässigen Beweisen (unbeglaubigte Kopien von Dokumenten, Aussagen von Hörensagen, oder nicht unterschriebene eidesstattliche Erklärungen) verurteilt wurden. Ich gedenke der Opfer, die anhand von Falschaussagen der Kameraden, die sich damit ihre Freiheit erkauft hatten, verurteilt wurden.
  • Ich gedenke aller Opfer, die von ihren amerikanischen Pflichtverteidigern nicht unterstützt wurden und sogar zu Schuldbekenntnissen überredet wurden. Ich bedanke mich bei den engagierten Anwälten, auch wenn ihnen die Verteidigung unmöglich gemacht wurde.
  • Ich gedenke aller Zeugen, die verpflichtet wurden, eine Auskunft unter Androhung einer lebenslangen Inhaftierung zu geben, stundenlang verhört wurden, denen Auslieferung an die Russen angedroht wurde, bis sie sogar bereit waren falsche Auskünfte zu geben, um selbst von der drohenden Willkür verschont zu bleiben.
  • Ich gedenke an alle Entlastungszeugen – vorwiegend Häftlinge aus den KZs – die von der Anklage verschwiegen und teilweise verhaftet und misshandelt wurden, die bedroht wurden, falls sie keine entsprechenden belastenden Aussagen oder Erklärungen gegen Dritte abgaben. Ich gedenke der Entlastungszeugen, die von Mithäftlingen aus den KZs Morddrohungen erhielten oder mit dem Entzug von Nahrungsmittelzuweisungen, Wohnberechtigungsschein etc. bedroht wurden. Obwohl Zeugen oft wegen Meineid überführt wurden, wurden sie gerichtlich nie verfolgt.
  • Ich gedenke aller Opfer von Hinrichtungen, Selbstmorden und aller Opfer, die während der Folter starben.
  • Ich gedenke aller Opfer, die in Landsberg am Lech Woche für Woche jahrelang mit ihrer Hinrichtung am Galgen rechnen mussten, von denen die meisten unschuldig und viele noch halbe Kinder waren, die hungerten und kaum Wasser bekamen. Erst im Januar 1951 wurden die Hinrichtungen gestoppt und erst 1958 wurden die letzten Gefangenen der Folterprozesse „begnadigt“, unter der Bedingung, dass die Männer sich zu absolutem Stillschweigen über alles, das mit dem Prozess zusammenhängt, verpflichten, sich jede Woche melden und alle Veränderungen mitteilen.
  • Ich danke den Seelsorgern in Landsberg am Lech, die eine ganz schwierige, schwer belastende Aufgabe erfüllt haben und die Gefangenen heimlich oft mit Nahrung versorgt haben. Der Bericht eines Seelsorgers wird auch heute noch – nicht ohne Grund – unter Verschluss gehalten.
  • Ich bitte um Vergebung, dass auf den Grabkreuzen auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Landsberg im Jahre 2003 Eure Namen entfernt wurden und kommunale Politiker auch noch die komplette Einebnung Eurer Gräber fordern.

Ich gedenke aller Opfer der britischen Schauprozesse, die ähnlich wie bei den Amerikanern durchgeführt wurden.

  • Ich gedenke aller Opfer der Prozesse im Hamburger Curio-Haus, in Lüneburg, in Werl und anderen Orten gegen führende Offiziere der Wehrmacht, KZ-Angestellte der Lager Auschwitz, Bergen-Belsen, Neuengamme, Natzweiler, Ravensbrück und andere wegen vermeintlichen Verbrechen
  • Ich gedenke aller Opfer des britischen Verhörlagers in Bad Nenndorf im Wincklerbad, für dessen Einrichtung die Briten viele hundert Einwohner in einem Zeitraum von 90 Minuten vertrieben, deren Eigentum beschlagnahmten und rund um das Wincklerbad einen Gürtel bildeten. Ich gedenke der 372 Männer und Jungen, sowie 44 Frauen und Mädchen, die in dem Wincklerbad zusammen eingepfercht, misshandelt und teilweise bis zum Tode gefoltert wurden, deren Identität nicht bekannt gegeben wurde und die als verschwunden galten. Zum Zwecke der „Umerziehung der geistigen Kräfte“ wurde vom Lehrer bis zum Apotheker gefoltert. Zum Erhalt von Wirtschaftsinformationen, zur Preisgabe von Handelswegen, Patentraub, Besitzenteignungen wurden Ingenieure, Tabakimporteure, Holzhändler gefoltert. Zum Ziele der Brechung jedweden geistigen und körperlichen Widerstandes und brutalster Umerziehung wurden Jugendliche gefoltert. Vermeintliche Nationalsozialisten wurden zwecks Erhalt von Informationen über Abläufe, Pläne, Freunde und Kameraden gefoltert, einer totalen Gehirnwäsche unterzogen und falsche Geständnisse über angebliche Verbrechen erzwungen. Angebliche Kommunisten und Ostspione wurden gefoltert, um Informationen über den einstigen Bündnispartner Russland zu erhalten. Ich gedenke an die Opfer der Folterungen durch Schlafentzug, Aushungern bis zum Tode, Kältezellen und Kaltwasser (z.B. in gekachelter „Gefrierzelle“ von morgens 4.30 Uhr bis Mitternacht über 2 Wochen lang alle 30 Min. mit eiskaltem Wasser begossen), schwere Schläge, Streichhölzer unter den Fingernägeln, Daumenschrauben, Schienbeinschrauben, Zerquetschen der Hoden, Bedrohung mit der Ermordung der Familie, Bedrohung mit der Ausführung von unnötigen Operationen (z.B. Amputationen) etc.
  • Ich gedenke aller Opfer des britischen Verhörlagers in Minden, wo durch tagelange Folter (z.B. nach drei Tagen Schlafentzug verprügelt, nackt und zwangsweise alkoholsiert) einem ehemaligen Auschwitz-Kommandanten ein „Geständnis“ in Form einer eidesstattlichen Erklärung erpresst wurde, die besagte, dass in Auschwitz drei Millionen Menschen ermordet wurden. Selbst die Peiniger gaben diese Folterungen zu. Trotzdem ist dieses „Geständnis“ heute noch eine Grundlage für die Geschichte über Auschwitz.
  • Ich gedenke aller Opfer des britischen Verhörlagers Staumühle bei Hövelhof in der Senne, nördlich von Paderborn, wo sehr viele Inhaftierte verhungerten. Zahlreiche Opfer liegen auf dem Friedhof in Hövelhof.
  • Ich gedenke aller Opfer der Verhörlager in London („Londoner Käfig“) in den Herrenhäusern im Kensington Palace Garden, wo geheime Folterzentren, die auch dem Roten Kreuz verborgen gehalten wurden, eingerichtet wurden, und das mehr als 3.500 deutsche Gefangene zwischen 1945 und 1948 durchliefen. Es soll schon während des gesamten Krieges existiert haben. Ich gedenke aller Häftlinge, die systematisch verprügelt wurden, lange Zeit am Schlafen gehindert wurden, mehr als 24 Stunden zum Stehen gezwungen wurden, extremen Temperaturen ausgesetzt wurden, mit Hinrichtungen bedroht wurden, mit Nahrungsentzug bestraft wurden uvm. Ich gedenke aller Gefangenen, die psychisch fertig gemacht wurden, unter Folter Kriegsverbrechen gestanden hatten und danach gehenkt wurden. Ich gedenke aller Gefangenen, die durch Folter für die Kriegsverbrecherprozesse vorbereitet wurden und letztendlich alles unterschrieben, was ihnen vorgelegt wurde.
  • Ich gedenke aller Opfer weiterer „Käfige“ in Großbritannien, die Teil eines Systems unter der Leitung der Abteilung zur Vernehmung von Kriegsgefangenen, die PWIS, Prisoner of War Interrogation Section waren. Eine Reihe von Dokumenten über diese Einrichtung ist noch immer vom britischen Verteidigungsministerium gesperrt und unterliegt nach mehr als 60 Jahren weiterhin der Geheimhaltung.
  • Ich gedenke aller weiteren Opfer von britischen Verhörlagern, die durch Folter zu Tode kamen, durch Folter entstellt wurden bzw. bleibende physische und psychische Schäden zurückbehielten, hingerichtet wurden, Selbstmord betrieben, falsche Aussagen machen mussten oder zu Tode gefoltert wurden.
  • Ich gedenke aller Hingerichteten und weiterer Opfer der britischen Prozesse im Zuchthaus Hameln, wo viele Unschuldige, teilweise noch Jugendliche, durch den Strang starben, oder jahrelange Freiheitsstrafen verbüßten. Ich bitte um Vergebung, dass im März 1986 mehr als 200 Gräber beseitigt wurden, weil Angehörige und Freunde dort immer wieder an die Untaten der Briten erinnerten.
  • Ich gedenke auch weiterer Hinrichtungen, so in Hamburg und Werl.

 

Ich gedenke aller Opfer der französischen Prozesse in Rastatt, Metz und evtl. andere Städte, so auch gegen die Lagerbesatzung der KZs Neue Bremme und Natzweiler und andere kleinere Arbeitslager. Aus dem Verhalten der Franzosen gegenüber den deutschen Zivilisten im »automatic arrest« , sowie gegenüber der Bevölkerung in den besetzten Gebieten, gegenüber den Soldaten in den Rheinwiesenlagern und gegenüber den Kriegsgefangenen in Frankreich lässt sich schließen, dass ihre Handlungsweise genauso grausam, wenn nicht grausamer waren, als die der Amerikaner und Briten. Leider konnte ich hierzu nicht viel herausfinden. Die hohe Anzahl an Verstorbenen lässt das Ausmaß ahnen. Ich gedenke an jedes Opfer, an jede Folter, an jeden Selbstmord, an jede Hinrichtung, an jedes unangenehme Verhör, an jedes unfaire Urteil, an jeden möglichen Selbstmord.

 

Ich gedenke aller Opfer der russischen Schauprozesse, die gemäß einem offiziellen Gutachten völkerrechtswidrig waren. Ich gedenke der etwa 75.000 Deutsche und Verbündete, überwiegend Wehrmachtsangehörige, die von sowjetischen Gerichten willkürlich verurteilt worden sind. Dazu kommen noch etwa 200.000 Deutsche, die durch Verwaltungsakte deportiert wurden.

Es wird von Dauerverhören, körperlichen Misshandlungen aller Art, entstellten Protokollen, Ausspielen der Gefangenen gegeneinander, Zwang zur Denunziation, Erschießung von nicht aussagewilligen Gefangenen, usw., summarischen Massenprozessen vor Sondergerichten mit willkürlichen Verfahrensregeln und unanfechtbaren Urteilen berichtet. Unter Berücksichtigung, dass die Urteile ausschließlich auf Aussagen von Belastungszeugen basierten und die Angeklagten sogar die Schuld für die von Russen begangenen Massenmorde „zugaben“, lässt sich schließen, dass grausame Foltermethoden angewandt wurden.

  • Ich gedenke aller Opfer bis Herbst 1947 in den Prozessen von Char’kov , Krasnodar, Smolensk, Brjansk, Leningrad (darunter die angeblichen „deutschen“ Verantwortlichen des russischen Massakers von Katyn an 15.000 polnische Offiziere, die „ihre Schuld gestanden“ hatten und hingerichtet wurden), Nikolaev, Minsk, Kiev, Velikie Luki und Riga verurteilt wurden. 67 Angeklagte, darunter alle Generäle, wurden öffentlich gehenkt. Der Rest wurde zu jahrelanger Arbeit in Gulags verurteilt, aus denen die meisten nicht zurückkamen.
  • Ich gedenke aller Opfer der Prozesse ab Herbst 1947, dessen Höchststrafe von Tod durch den Strang auf 25 Jahre Arbeitslager umgewandelt wurde, um von der Arbeitskraft noch profitieren zu können. Ich gedenke der Opfer der Prozesse von Stalino, Bobrujsk, Sevastopoľ, Černigov, Poltava, Kišinev, Novgorod, Gomeľ und Vitebsk. Nahezu alle ab Herbst 1947 Verurteilten wurden in das Arbeitslager Workuta deportiert, wo die meisten an Hunger, Kälte, Krankheiten und Erschöpfung starben.
  • Ich gedenke aller Opfer von kleineren, nicht öffentlichen Verfahren bis Herbst 1947 gegen Wehrmachts- und SS-Angehörige, die parallel zu den obigen Prozessen liefen.
  • Ich gedenke aller Opfer, die ab Frühjahr 1948 bis Ende 1949 aus den Lagern geholt wurden und in Ermittlungsverfahren ohne vorherige Begutachtung in großen Massen verurteilt wurden. Ich gedenke der 13.603 Opfer, die allein wegen Ihrer Zugehörigkeit zur Waffen-SS verurteilt wurden, an Militärpersonen und Polizeieinheiten, die in Kriegsgefangenen- und anderen Lagern gedient hatten, und an Mitarbeiter der deutschen Aufklärungs- und Spionageabwehrorgane, die in Verhandlungen von max. 15 Minuten fast alle zu 25 Arbeitslager verurteilt wurden. Ich gedenke aller Opfer, die dabei unmenschliche Vernehmungsmethoden wie stundenlanges Stehen und auch Schläge erlebten, keine Anklageschrift erhielten, einen passiven Verteidiger oder einen Verteidiger, der belastet hat, bekamen, Beweisanträge nicht zugelassen wurden und denen die Urteile gleich wieder weggenommen wurden.
  • Ich gedenke der etwa 50 Opfer, einer Gruppe hoher Funktionsträger des NS-Staates, Diplomaten, Aufklärungsspezialisten, Generalfeldmarschälle, Generäle, Gauleiter, Personen aus dem engen Kreis Hitlers, uvm, die in strenger Isolation überwiegend in der Haftanstalt von Wladimir verwahrt wurden, die erst Ende August 1951 und Februar 1952 verurteilt wurden. Die letzten wurden erst 1955 freigelassen, wenn sie bis dahin noch lebten, und kamen danach oft noch in ein DDR-Gefängnis.
  • Ich gedenke der ca. 40.000 deutscher und ca. 28.000 russischer Opfer, die in der Sowjetisch besetzten Zone (DDR) zwischen 1945 und 1955 durch russische Militärtribunale bzw. der ehem. DDR-Justiz im Schnellverfahren verurteilt wurden und danach oft hingerichtet, in Gefängnissen der ehemaligen DDR oder in russische Arbeitslager überführt wurden. Ich gedenke der Opfer, von denen viele der Hitler-Jugend oder einer anderen NS-Jugendorganisation angehört hatten, an die Menschen, die eine NS-Vergangenheit hatten, an die Menschen, die nur durch Denunziation oder durch ein Missverständnis festgenommen wurden. Ich gedenke vieler Schüler, die hingerichtet wurden oder aber zu Zwangsarbeit „begnadigt“ wurden. Ich gedenke aller Gefolterter, die mit brennenden, zusammengerollten Zeitungen ins Gesicht und auf die Arme geschlagen wurden, auf einer Flasche mit einem Drahtverschluss solange sitzen mussten, bis die „Wahrheit“ so gesagt wurde, wie sie gehört werden wollte, Schlafentzug, Androhung von Gewalt etc.. Es wird auch von 1-qm-großen Stehzellen berichtet, in denen nur ein Hocken oder Sitzen möglich war, und von Kammern in denen Betroffene so lange aus Eimern übergossen wurden, bis der Zellenboden zentimeterhoch unter Wasser stand, wo nicht einmal ein Notdurftkübel stand und es oft keine Nahrung gab. Ich gedenke vor allem der Waldheimer Prozesse, wo sogar schon ein 14-Jähriger zu 20 Jahre Arbeitslager verurteilt wurde.

 

Ich gedenke der Opfer des Internationalen Militärtribunals (IMT) und aller Nachfolge-Tribunale in Nürnberg. Der Gerichtshof konnte den Prozess streng auf eine beschleunigte Verhandlung der durch die Anklage vorgebrachten Punkte beschränken, alle Fragen und Erklärungen ablehnen, die ihm unnötig oder unerheblich erschienen, und brauchte Beweise „nur zur Kenntnis“ nehmen. Alle „Beweise“, die in allen anderen Verfahren durch Folteraussagen erbracht wurden, galten als „Gesetz“ und wurden nicht mehr verhandelt. Dadurch kann diesem Tribunal jede Rechtsstaatlichkeit abgesprochen werden.

  • Ich gedenke der Angeklagten, die Opfer von Drohungen, psychischer Folter und kleinen Misshandlungen, Dauerverhören und Vermögensbeschlagnahmungen wurden, die isoliert wurden und trotz Hunger und Kälte keine medizinische Versorgung bekamen. Ich gedenke an das Verschwinden und an die Einschüchterung von Entlastungszeugen, die inhaftiert wurden, verfolgt wurden, die entstellte eidesstattliche Erklärungen abgeben mussten, oder deren Beweisanträge willkürlich abgelehnt wurden. Ich gedenke der Verteidiger der Angeklagten, denen die Gefahr, inhaftiert zu werden, drohte, wenn sie auf ihre Rechte gemäß rechtsstaatlicher Prozesse bestanden, an die Willkür bei der Aktenbeschlagnahmung und Einsichtsverweigerung für die Verteidigung, an die systematische Behinderung bei der Auffindung von Entlastungszeugen, an die zensierte Post und an die Urteile, die gegen die Beweislage ausgesprochen wurden und einmalig primitiv in ihrer Argumentation waren.
  • Ich gedenke der 22 wichtigsten, damals noch lebenden Regierenden des Dritten Reiches, die in diesem Verfahren verurteilt wurden.
  • Ich gedenke der Opfer von 12 weiteren Verfahren (Ärzte-Prozess, Milch-Prozess, Juristenprozess, Prozess Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS, Flick-Prozess, IG-Farben-Prozess, Prozess gegen Generäle in Südosteuropa, Prozess Rasse- und Siedungshauptamt der SS, Einsatzgruppen-Prozess, Krupp-Prozess, Wilhelmstraßen-Prozess, Prozess Oberkommando der Wehrmacht) die nur von Amerikanern durchgeführt wurden, da die anderen Siegermächte ihr Interesse daran verloren hatten.
  • Ich gedenke an alle Opfer von Mißhandlungen, Hinrichtungen und Selbstmorden in Nürnberg, und aller Opfer von extrem hohen Gefängnisstrafen in Berlin-Spandau.

 

Ich gedenke der etwa 5.400 deutschen und österreichischen Opfer der Schauprozesse in Polen. Ich gedenke der 40 Angeklagten im Krakauer Prozess, der Angeklagten im Stutthoff-Prozess in Danzig, der Angeklagten des Massakers im Warschauer Ghetto in Warschau und an weitere Prozesse bzw. Inhaftierte in Bialystock, Lodsch, Breslau, Kattowitz, Siedlce, Wadowitz, Lublin, Radom, Thorn, Mielau, Jaworzno, Kielce, Krenau, Stettin, Kreuzburg (Oberschlesien), Bromberg, Konitz, Leipe, Hohensalza, Tschenstochau, Niwka, Soldau, Sosnowitz, Köslin, Posen, Gotenhafen, Gleiwitz, Lötsen, Rzeszow, Schweidnitz, Bendsburg, Beuthen, Brzeszcze, Bielitz, Preußisch Stargard, Waldenburg, Tarnow und aller weiteren Orte, in denen gefoltert, inhaftiert und hingerichtet wurde. Ich gedenke der Opfer aller Hinrichtungen, die öffentlich und grausam durch langsames Erhängen vollzogen wurden, aller Selbstmorde, aller hohen Strafen, aller Misshandlungen und der fürchterlichen hygienischen Verhältnisse in den Gefängnissen, durch die ein sehr großer Teil der Inhaftierten zu Tode kam.

 

Ich gedenke aller Opfer der Schauprozesse in Jugoslawien, wo bereits vor den Nürnberger Nachfolgeprozesse mit der Hinrichtung 19 deutscher Generäle in Belgrad und Ljubljana begonnen wurde.

  • Ich gedenke aller Opfer, die ab 1946 an Jugoslawien ausgeliefert wurden, obwohl Bedenken über die Fairness des Verfahrens bestanden. Ich gedenke aller Deutschen und Verbündeten, die in den grausamen serbischen Lagern umkamen. Dabei schließe ich auch die Volksdeutschen, die dort lebten, ein, die fast vollständig ausgerottet wurden.
  • Ich gedenke der Opfer aller Einzelverfahren, die nicht mehr feststellbar sind.
  • Ich gedenke aller Opfer von erpressten Geständnissen durch Folter. Betroffene berichteten, dass Folter angedroht wurde, wenn sie keine „Kriegsverbrechen gestehen“. Die Folter bestand u.a. aus grausiger Prügel, während der Betroffene auf einem umstülpten Schemel liegen musste und sich die Schemelbeine in Brust und Lenden langsam einbohrten, die Rippen brachen und die Nieren quetschten. Ich gedenke aller Opfer, die Geständnisse unterschrieben, um nicht qualvoll zu sterben, und danach „noch mehr gestehen mussten“ und weitergefoltert wurden. Auf diese Art gaben ein General 1800, ein anderer 500 und ein dritter sogar 22.000 Erschießungen zu, wurden hingerichtet oder bekamen 20 Jahre Haft.
  • Ich gedenke der etwa 61 Deutschen und 12 Österreichern, die „kein Kriegsverbrechen erfunden haben“ und mit Eisenstangen erschlagen und zu Tode gefoltert wurden und hinter den Schweineställen des Zuchthauses in Sremska Mitrovica verscharrt wurden.
  • Ich gedenke der Opfer der sieben Prozesse in Belgrad und je ein Prozess in Groß-Betschkerek (Zrenjanin), Agram (Zagreb), Marburg (Maribor) und Laibach (Ljubljana), die nur 2 ½ Minuten für jeden Angeklagten dauerten, wodurch sehr viele deutsche, österreichische und weitere Angeklagte durch den Strang hingerichtet oder erschossen wurden, zu sehr hohen Freiheitsstrafen verurteilt wurden und nur in seltenen Fällen freigelassen wurden.

 

Ich gedenke der Opfer aller weiteren Prozesse in der Nachkriegszeit, so in Belgien, Niederlande, Dänemark, Tschechei, Bulgarien, Israel, Italien, Norwegen uvm., in denen viele Kollaborateure, aber auch Deutsche, angeklagt und verurteilt wurden.

Ich gedenke aller Russen und Ukrainer, die Deutsche unterstützen und nach dem Krieg in Russland hingerichtet wurden.

Ich gedenke aller Opfer dieser schmutzigen Prozesse, die nach riesigem Leid und Schmerz und jahrelangen Haftstrafen nach ihrer Freilassung in die Gesellschaft und die Familie nicht mehr richtig integriert werden konnten, die nicht mehr vergessen konnten, die mit ihrer Vergangenheit und dem Unrecht immer wieder konfrontiert wurden, sich verborgen halten mussten, über die sich die eigenen Kinder durch die vielen Falschinformationen, die im Umlauf sind, schämten und die einsam und gebrochen starben.

Ich gedenke auch aller Opfer, die dieser Siegerjustiz entkamen und als Verfolgte weltweit nicht mehr richtig Fuß fassen konnten. Ich gedenke auch all derjenigen, die nicht einmal angeklagt wurden, jedoch von vielen Menschen, darunter auch von Deutschen, diffamiert und gejagt wurden, keine Arbeit mehr bekamen, nicht mehr glücklich leben konnten und verarmt und einsam früh starben.

Ich gedenke der Familienangehörigen und aller Nachfahren der Opfer der Siegerjustiz, die ebenfalls einen schweren Stand bis auf den heutigen Tag haben.

Ich bitte die Opfer um Vergebung, dass der größte Teil der Geschichte des 2. Weltkrieges gemäß den Aussagen der unter Folter erpressten Geständnisse geschrieben wurde und dass uns eine derartig gefälschte Geschichte gelehrt und aufgedrungen wird, obwohl inzwischen weltweit bekannt ist, dass sie aus Lügen besteht. Unsere Gesetzgebung fordert, dass wir diese Foltergeständnisse als Wahrheit zu glauben haben. Selbst das Hinterfragen und die Zweifel daran werden uns verboten. Mit aller Gewalt wird ein System der Lüge am Leben erhalten.

Ich bitte die Opfer auch um Vergebung, dass sich eine riesige Diffamierung von Wehrmachtsangehörigen, SA und SS-Leuten in unserem Lande breit gemacht hat, als seien es kriminelle Organisationen, die in der Sowjetunion und auf dem Balkan einen rassenideologischen Vernichtungskrieg geführt haben. Diese Behauptungen entstanden in den ersten inszenierten Schauprozessen gegen Wehrmachtsangehörige in Russland und legen den Verdacht nahe, dass bei der Anklage erheblich übertrieben wurde und dass versucht wurde, den Deutschen auch russische Verbrechen in die Schuhe zu schieben. Auch etablierte deutsche Historiker nahmen dieses falsche Bild an und verbreiteten es. Es ist heute leider nicht mehr so einfach festzustellen, in welchem Umfang sich Verbrechen von Wehrmachtsangehörigen oder SS-Leuten von 1941 bis 1944  tatsächlich ereignet haben.

Liebe Opfer der Siegerjustiz, Ihr habt unter Folter falsche Geständnisse gemacht. Ich werfe Euch nichts vor! Dazu gibt es keinen Grund! Euch ging es in dieser Situation um Leben und Tod und um das Wohl Eurer Familien. Euer Verhalten war menschlich und verständlich. Liebe Opfer!  Ich bin überzeugt, dass es noch viel mehr gibt, von dem ich nicht berichtet habe oder von dem nichts bekannt ist. Ich gedenke an Euch alle in allen Ländern und wo auch immer ihr seid Ich gedenke an jeden Betroffenen, an jedes Verfahren, an jedes Leid, an jede Folter, an jedes Verhör, an jede Gefangenschaft, an Hunger und Kälte, an Krankheit, an jeden Selbstmord, an jede Diffamierung. Ich gedenke aller deutschen, aller österreichischen und aller verbündeten Opfer. Ihr seid viel viel wert! Jede Seele ist wertvoll!

Liebe Opfer der Rächer und der Siegerjustiz, ich kann Eure bitteren Gefühle nachvollziehen. Euch geschah ein riesiges Unrecht. Trotzdem bitte ich Euch, aus ganzem Herzen all denen zu vergeben, die Euch etwas Böses wollten oder antaten. Lasst Eure schrecklichen Erlebnisse los und schließt Frieden mit der Vergangenheit.

Einen wunderschönen Aufstieg wünsche ich Euch, liebe Seelen! Und habt bitte keine Angst vor Gott, denn er straft nicht.

Flamme, Flamme, Flamme, des violetten Feuers, transformiere ALLE Wesen, die Opfer der Siegerjustiz waren, die noch auf Erden weilen und gehen möchten, und alle Schatten, in Licht, Licht, Licht.

 So sei es.