Die Rheinwiesenlager

Ende 2011 stieß ich über ein Bild bei Google auf die Homepage von , die ich interessiert komplett durchlas. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich noch nie etwas über die Rheinwiesenlager gehört. Ich fand es eine unglaubliche Unverschämtheit und Grausamkeit von Amerikanern und Franzosen, die ja so gerne als Saubermänner dastehen und Deutsche nur mit Schmutz und Schuld bewerfen und ihnen alles wegnehmen. Was sind das nur für Heuchler. Ich bin überzeugt, dass die sich dafür nicht einmal schämen. Die Albträume, die ich danach bekam, verschwanden schnell und ich lernte mit der traurigen Geschichte sehr gut umzugehen.

Wer die Geschichte der Rheinwiesenlager nicht oder nur unvollständig kennt, kann sich bei hier: oder hier  informieren. Er wird die nachfolgende Geschichte sonst nicht verstehen. Dort werden auch Bilder aus den amerikanischen Archiven gezeigt. Kaum einer kennt diese Geschichte, oder er kennt sie nur in der offiziellen verharmlosten Version. Am Rhein starben zu Kriegsende und danach die über eine Million vermisster deutscher Soldaten, die man in Russland vermutete. Bitte nicht falsch verstehen: In Russland starben qualvoll mehr als eine Million deutsche Soldaten. In dieser Zahl sind nicht einmal die aus der ehem. DDR Verschleppten enthalten. Die Rheinwiesenlager waren aber das größte amerikanische Verbrechen in der Nachkriegszeit, und dazu noch auf deutschem Boden!!! Am Rhein!

Meine Ahnungslosigkeit über die deutsche Geschichte nahm immer schneller ab und meine Einstellung: „Nur die Nazis waren böse“ und „Jedes Verbrechen der Siegermächte geschah nur, weil die Deutschen etwas zurückbekommen haben“ und „Wir müssen uns schämen“ verblasste. Ich fühlte mich belogen, betrogen und unfair beschmutzt von den deutschen Medien, von Wikipedia, von Guido Knopp, von Geschichtslehrern, von den Linken, von den Deutschlandhassern, von den Siegermächten und von vielen vielen mehr. Ich besorgte mir das Buch „Der geplante Tod“ von James Bacque, ein kanadischer Journalist, der sich intensiv mit den Rheinwiesenlagern befasste, und las es. Seine Recherchen begannen mit der Durchsicht der wenigen vorhandenen Archive im Rathaus eines französischen Ortes und setzten sich mit der Durchsicht der wenigen, noch vorhandenen Archive der US-Army fort. Mein inzwischen recht gut entwickeltes Gefühl für die Wahrheit sagte mir: Das stimmt, was in diesem Buch steht.

Eine komplette Auflistung aller Lager gibt es vermutlich nicht. Auch in dem Buch von James Bacque fand ich darüber einige Fehler, nachdem ich einige Orte besuchte. Einige Rheinwiesenlager liegen nicht weit von meinem Wohnort. Ich besuchte im November 2011 sowie bei drei Gelegenheiten in 2012 die Lager Dietersheim, Bretzenheim, Bad Kreuznach, Biebelsheim, Heidesheim, Mainz-Hechtsheim, den Soldatenfriedhof Lohrer Wald in Bad Kreuznach und das Wiesenlager in Oberursel. Zum Lager Ludwigshafen Rheingönheim und Böhl-Iggelheim konnte ich erst in 2017 hinfahren.

Auf den Lagerflächen ist es verboten zu graben und auch ich habe nicht gegraben. Dieses Verbot hat mit Sicherkeit einen Grund, den ich mir allerdings nicht so recht erklären kann. Und nun strenge ich mal meinen Verstand an und hinterfrage: Die an Tifus oder Ruhr, Hunger, Kälte, etc. Verstorbenen wurden abtransportiert (wohin?). Vermutlich in irgend welche Massengräber nach denen nie gesucht wurde. Es gibt auch noch andere Gerüchte, über die ich mich hier nicht äußern will. Schließlich kann ich es nicht belegen. Ein sehr großer Teil der Soldaten versank im Schlamm, als er sich Löcher zum Schutz gegen Wind und Wetter mit den einfachsten Utensilien wie Löffel oder Tassen grub. Diese Menschen wurden lebend begraben, denn sie konnten bei Regen, wenn das Loch zusammenfiel, geschwächt nicht aus eigener Kraft herauskommen. Diese Verstorbenen dürften gleich unter der Oberfläche gelegen haben und sind vermutlich schon alle beim Pflügen der Flächen in späteren Jahren im Pflug der Bauern hängen geblieben. Die Bauern berichteten ja auch davon, dass sie Knochen und Soldatenmarken fanden. Sehr viele Soldaten fielen aber geschwächt in die Latrinen beim Verrichten ihrern Notdurft. Die Latrinen waren mit Sicherheit mind. 2 Meter tief. Diese Menschen dürften auch heute noch auf Äckern, Wiesen usw zu finden sein; vermutlich recht tief. Es sind aber bei weitem nicht mehr so viele.

Nach dem Krieg sind viele Flächen bebaut worden: Mit Gewerbegebieten, Sozialviertel, Häuser, Straßen, Autobahnen. Schon allein unser aller Verstand dürfte uns doch wohl sagen, dass beim Bau eines Gebäudes, das meist auch noch einen Keller hat, alle Leichen, die darunter waren, gefunden wurden. Evtl. sind noch einige in den Gärten zu finden. Das muss doch nach dem Krieg in den 50er und 60er Jahre, und evtl. danach, gewesen sein. Wo hat man die Leichen hingebracht? Die hatten doch alle eine Soldatenmarke und hätten identifiziert werden können! Wir haben nie etwas davon gehört.

Beim Bau von Straßen oder Autobahnen, die oftmals noch etwas höher liegen, war es nicht notwendig zu graben. Dort liegen die Leichen mit ihren Marken vermutlich noch heute. Auch unter Wiesen und Obstbaumplantagen liegen sie wahrscheinlich noch.

Wer an den Skizzen einiger Rheinwiesenlager interessiert ist, möge mich doch bitte anschreiben!

Ich berichte über den Zustand, den ich vorfand, in den Unterpunkten.

Die Abschlussbotschaft

Ich habe die Geschichte der Rheinwiesenlager danach ebenfalls „losgelassen“. Wenn ich mich immer wieder darauf konzentriere, hole ich die Seelen, die aufgestiegen sind, nämlich wieder mit meinen Gedanken zu mir. Die sollen ruhen. Ich konnte es aber nicht vermeiden, mir noch darüber viele Fragen zu stellen. So fragte ich mich manchmal, für was die Nazis wohl in den deutschen KZs Baracken und Gaskammern gebaut haben, wenn man doch so leicht eine beliebige Anzahl von Menschen umbringen kann, indem man sie einfach auf die Wiese setzt und verrecken lässt. Das erfordert keinen Aufwand, kostet nicht viel und geht relativ schnell. Diese Frage konnte mir bisher keiner beantworten.

Eine weitere Frage, die ich mir ebenfalls stellte, war, ob alle Insassen der Rheinwiesenlager aufgestiegen sind, und zwar auch die aus den Lagern, die ich nicht besuchen konnte und von denjenigen, von denen wir eventuell nichts wissen, weil sie nirgendwo erwähnt werden. Letztendlich habe ich – außer dem Erlebnis im Lohrer Wald – nichts davon gesehen.

Die Antwort auf diese letzte Frage bekam ich – so meine Meinung – von der geistigen Welt Mitte Februar 2013, als ich im Krankenhaus nach einer kleinen Vollnarkose von ca. 30 Min. wieder aufwachte und mich sofort erinnerte, dass ich geträumt hatte. Ich hab mich gewundert, dass man während einer Vollnarkose überhaupt träumen kann. Der Arzt bestätigte mir aber, dass das unterschiedlich ist. Er war nur erstaunt, als ich ihm erzählte, dass ich vom Krieg geträumt hatte. Eigentlich war es kein richtiger Traum, sondern nur ein Bild, das ich gesehen habe, und das ich nie wieder vergessen werde: Das Bild eines Rheinwiesenlagers! Ich sah die Landschaft, die man sehr oft auch auf Fotos sieht: Eine Wiese und im Hintergrund die Berge. Das Gelände war aber nicht kahl und matschig und auch nicht voller Löcher, sondern wunderschön grün und einladend. Wie im Bilderbuch. Auch alle anderen Farben des Bildes waren auffällig schön. Es gab keinen Zaun und keine Wachposten. Auf der Wiese standen und saßen einige Soldaten in grauen, sauberen, gepflegten Uniformen. Sie sahen gut, gesund, frisiert und zufrieden aus. Der Himmel war strahlend blau und ohne Chemtrails. Die Sonne hab ich zwar nicht gesehen, aber die Wiese war komplett in einem auffällig gelben, schönen Licht umhüllt. Oh Freude! Wenn das nicht ein Blick in die 5. Dimension war und eine Bestätigung war, die bedeutete: „Es geht uns gut“!

Aufruf an erdgebundenen Wesen, die Opfer eines heute verharmlosten, vergessenen oder geleugneten Verbrechens wurden

Liebe Soldaten, die ihr Euch zu Kriegsende ergeben habt, liebe Bürgermeister und Beamte, die ihr nach der Kapitulation durch Alliierte festgenommen wurdet, liebe Krankenschwester aus den Lazaretten, liebe Fliegerhelferinnen, liebe Verwundete und Amputierte, die aus den Lazaretten geholt wurdet, liebe ehemalige Hitler-Jungs oder Jugendliche, die den Besatzern alt genug erschienen, um eine Waffe zu halten, liebe alte Leute, Frauen und Kinder, die ihr alle als Verdächtige von Alliierten festgenommen wurdet und am  Rhein oder woanders auf den Wiesen ohne Dach und ohne Verpflegung eingezäunt wurdet! Ich habe Euch nicht vergessen!

Die Grausamkeiten, die Ihr auf den Wiesen als Wehrlose in amerikanischer und französischer Gefangenschaft erleben musstet, haben keinen Namen. Ohne Behausung ward ihr schutzlos jedem Wetter ausgesetzt. Ohne Euren Mänteln, die man Euch teilweise abnahm, und ohne oder fast ohne Wasser und Nahrung, wurdet Ihr dem Hungertod und dem Tod durch Erfrieren ausgesetzt und ein langsames, qualvolles Massensterben trat ein. In der Sommerzeit ward ihr der glühenden Hitze ohne Behausung ausgesetzt. Wir wissen heute nicht einmal Euren Namen und wo Ihr begraben seid, denn dieses Verbrechen wurde heruntergespielt und verheimlicht und die wenigsten deutschen Bürger wissen etwas davon.

Ich gedenke an die vielen, vielen Toten, die durch Kälte, Durst und Hunger, Selbstmord, Erschießung, Ruhr, Typhus, Herzversagen oder anderen Krankheiten starben und in unbekannten Massengräbern oder wo auch immer verscharrt wurden. Ich bitte um Vergebung, dass keiner bis heute nach Euch suchte und das Schicksal von so vielen Vermissten nicht geklärt wurde!

Ich gedenke an die Soldaten, die bereits schon auf dem Transport zu den Rheinwiesenlagern in überfüllten Viehwaggons oder Lastern erstickten. Ich gedenke auch an alle Soldaten, die aus sonstigen Gründen – teilweise nach mehrtägiger Fahrt im Stehen auf Viehwaggons – den Transport nicht überlebten.

Ich gedenke an die vielen geschwächten jungen Männer, die aus diesen Lagern für die französische Kriegsgefangenschaft aussortiert wurden und von denen nur sehr wenige wieder zurückkamen.

Ich gedenke an die Opfer, die geschwächt beim Verrichten der Notdurft in die Latrinen fielen, dort versickerten und von ihren geschwächten Kameraden nicht herausgeholt werden konnten.

Ich gedenke an die Opfer, die bei Regen in ihren Erdlöchern einstürzten, die sie sich mit dem Feldgeschirr zum Schutz vor Wind, Wetter und dem nächtlichen Flutlicht gebaut hatten. Die vor Hunger und Durst geschwächt nicht allein mehr herauskommen konnten. Ich gedenke auch an diejenigen, die in ihren Erdlöchern willkürlich mit Bulldozern von Amerikanern lebend eingewalzt wurden.

Ich gedenke an die Opfer, die durch willkürliches Schießen in die Menge durch Alliierte erschossen oder verletzt wurden, die ohne ärztliche Versorgung leiden mussten und starben, oder die sonstigen willkürlichen Misshandlungen zum Opfer fielen.

Ich gedenke an viele Kriegsverletzte und Amputierte, die aus den Lazaretten herausgeholt wurden, die sich manchmal nicht allein versorgen konnten oder nicht mehr laufen konnten, die oftmals gedemütigt wurden und besonders litten.

Ich gedenke an alte Leute, Mütter und Kinder, die eindeutig unschuldig waren, und dort ebenfalls leiden mussten.

Ich gedenke an die Menschen, die auf der Flucht aus den Lagern erschossen wurden.

Ich gedenke an die lieben Menschen aus der Zivilbevölkerung, die die Gefangenen mit Nahrung versorgen wollten und dabei angeschossen oder erschossen wurden. Ich danke allen, die den Geflüchteten halfen und sie in ihren Wohnungen aufnahmen, die sich für sie einsetzten. Ich danke auch allen, die helfen wollten und deren Hilfe von den Alliierten nicht zugelassen wurde.

Ich gedenke an alle Opfer der Wiesenlager, die sich vor allem in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und das südliche Nordrhein-Westfalen befanden. Ich gedenke insbesondere an die fürchterlichsten „Rheinwiesenlager“ Bretzenheim, Bad Kreuznach-Galgenberg, Sinzig, Urmitz, Koblenz, Siershahn, Trier, Remagen, Andernach, Rheinfelden, Dietersheim, Heidesheim, Mainz-Hechtsheim, Biebelsheim, Ludwigshafen-Rheingönheim, Böhl-Iggelheim, Büderich, Wickrathberg und andere, sowie Gotha, Heilbronn, Bad Hersfeld, Brilon, Oberursel uvm. Ich behalte Euch in Erinnerung.

Ich bitte die Opfer um Vergebung, dass unser Staat und ein Teil unserer Landsleute ein willkürliches, entsetzliches Verbrechen leugnen, verharmlosen oder davon nichts oder kaum etwas wissen. Ich bitte die Opfer auch um Vergebung, dass heute an einigen Wiesenlagern nicht einmal eine Gedenkstätte steht, dass teilweise nicht einmal bekannt ist, auf welchem Areal die Lager genau standen. Ich bitte um Vergebung, dass auf den ehemaligen Wiesenlagern heute teilweise Straßen, Autobahnen, Gewerbegebiete, Sportplätze, Sozialviertel, jedoch ganz selten Wohnhäuser, gebaut wurden. Ich bitte auch um Vergebung, dass auf den Ackerflächen heute per gerichtlicher Anordnung nicht gegraben werden darf, um die Identität, die Anzahl und das Schicksal von vielen Opfern, die dort in Erdlöchern und Latrinen ihr Leben lassen mussten, zu klären. Ich bitte um Vergebung, dass nicht nach den Massengräbern gesucht wird. Ich bitte um Vergebung, dass die Täter nie als Verantwortliche dieses Verbrechens zur Rechenschaft gezogen wurden und das volle Ausmaß nicht bekannt ist.

Aus den vielen damaligen Ereignisse konnte ich leider immer nur einige Fälle Eurer Geschichte herausgreifen. Ich gedenke aber an jedes einzelne Verbrechen, an jedes Leiden, an jede Willkür, an jede Demütigung, die in den Lagern stattgefunden hat! Sehr viel mehr Menschen sind dort sinnlos und qualvoll umgekommen als zugegeben wird! Schätzungsweise 8.000.000 Menschen durchliefen diese Lager und etwa eine Million Menschen starben dort. Ich bitte um Vergebung für die Menschen meiner Zeit, die die willkürliche Ermordung von Wehrlosen mit einer Aufrechnung rechtfertigen.

Liebe Wesen aus den Rheinwiesenlagern und anderen Kriegsgefangenenlagern auf den Wiesen, ich bitte Euch, aus ganzem Herzen all denen zu vergeben, die Euch etwas Böses wollten oder antaten. Ich bitte Euch, alle sich daraus ergebenden Folgen und Notwendigkeiten aufzuheben. Lasst Eure schrecklichen Erlebnisse los und schließt Frieden mit der Vergangenheit.

Einen wunderschönen Aufstieg wünsche ich Euch, liebe Seelen! Und habt bitte keine Angst vor Gott, denn er straft nicht.

Ich visualisiere eine weiße, wunderschöne Lichtsäule, die von der Erde in den Himmel geht, die wunderschön strahlt und aus der eine himmlische Musik kommt. Die Seelen nutzen sie und gehen in sie herein und steigen auf.

So sei es.

Sunflower on a meadow in the light of the setting sun