Alle Schatten in Hamm werden zu Licht

 

Ich rufe alle erdgebundenen Wesen, die sich in Hamm befinden.

Ich rufe:

 

  • Alle Opfer der langwierigen Streitigkeiten um die Oberhoheit über das Kirchspiel Uentrop (mit Haaren und Schmehausen) ab 1202. Diese wurden erst durch den Grenzvertrag von 1575 zwischen der Grafschaft Mark und dem Fürstenbistum Münster beigelegt.
  • Alle Opfer der Isenberger Wirren, eine Fehde im Zeitraum von 1232 und 1243 zwischen den Isenbergern und den Grafen von der Mark. Die Isenberger versuchten die Rückgabe der isenbergischen Besitzungen zu erzwingen
  • Alle Opfer der Großbrände 1278, 1287 und 1307, die mehr als die Hälfte der Häuser vernichteten.
  • Alle Opfer von 1323 in einem Kampf gegen den Bischof von Münster, der auf der Lippebrücke auf der Schweinemersch stattfand.
  • Alle Opfer des Stadtbrandes von Hamm in 1337 oder 1338
  • Alle Pestopfer von 1350. Nur sieben Familien überlebten die Seuche. Im Zusammenhang mit der Pest steht die erste Judenvertreibung in Hamm.
  • Alle Opfer der zweiten Judenvertreibung in 1419
  • Alle Opfer der Pest in 1420 in Westfalen
  • Alle Opfer des Stadtbrande von 1423.
  • Alle Pestopfer von 1531
  • Alle Opfer der Bürgerkämpfe von 1533, die durch den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt entstanden.
  • Alle Opfer der Pest von 1553
  • Alle Opfer der großen Inflation und der Hungersnot in Hamm in 1557
  • Alle Opfer des Stadtbrandes von Hamm in 1558
  • Alle Opfer der Reformation, die erst Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte. Protestanten versammelten sich in der Pauluskirche, Bilder, Altäre, Schmuck der Hauptkirche St. Georgs und Laurentius wurden zerschlagen und verbrannt. Die Zerstörung der wertvollen Kunstschätze bedingt die Schlichtheit der heutigen Kirche
  • Alle Opfer der Hexenverfolgung
  • Alle Opfer der Pest in Hamm in 1575, dann noch einmal 1580/81 und schließlich noch einmal in 1583
  • Alle Opfer des 80-jährigen Krieges (1568 – 1648) – Eine Zusammenfassung des Spanisch-Niederländischen Krieges (1568 bis 1648) in dem sich die Niederlande ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone erkämpfte, des Truchsessischen Krieges (1583 – 1588), des Jülich-Klevischen Erbfolgestreites (1609 – 1672) und den 30-Jährigen Krieg (1618 bis 1648)
    • Alle Opfer der spanischen Marodeure in 1598, die das Kirchspiel Heesen überfielen und den Ort und das Schloss plünderten.
    • Alle Opfer der Pest in Hamm in 1598/99
    • Alle Opfer der niederländischen Truppen, die 1614 im Auftrag des Kurfürst zu Brandenburg Hamm bis 1624 besetzten
    • Alle Pestopfer in 1617 als auch in 1619 und in 1635
    • Alle Opfer der neunjährigen Besatzung durch die katholischen Spanier ab 1622.
    • Alle Opfer von Bockum-Hövel in 1625. Der Ort wurde von Braunschweigern geplündert.
    • Alle Opfer der protestantischen Schweden und Hessen, die ab 1633 die spanischen Truppen ablösten
    • Alle Opfer der kaiserlichen Truppen ab 1636. Die Stadt musste einen hohen Tribut entrichten und verarmte.
    • Alle Opfer von 1641 bei einem Angriff der Hessen. Die Bevölkerung von Hamm konnte ihn abwehren.
  • Alle Ofer des Niederländisch-Französischen Krieges (1672 – 1678), der teilweise auf deutschem Gebiet stattfand
    • Alle Opfer der französischen Besetzung der Stadt Hamm vom 20.2.1673 – 14.6.1673. Die Stadt musste in dieser Zeit sehr viel Geld an die Franzosen zahlen. 1679 kam es zwischen dem 26. Mai und dem 29. Juli zur neuerlichen Besetzung durch französische Truppen.
  • Alle Opfer von 1695 bei dem Stadtbrand im Gebiet des Westentores
  • Alle Pestopfer von 1696.
  • Alle Opfer der Stadtbrände von 1730 und 1734. Dieser letzte Brand zerstörte weitere 200 Häuser.
  • Alle Opfer des Großbrandes von 1741, der 346 Häuser und das Alte gotische Rathaus nebst Stadtarchiv vernichtete und die Pauluskirche beschädigte.
  • Alle Opfer des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) Preußen, Österreich und Russland kämpften primär um die Vorherrschaft in Mitteleuropa
    • Alle Opfer der französischen Truppen, die von 1761 bis 1762 die Stadt Hamm belagerten. Dabei zerstörten sie mit dem Bombardement der Artillerie mehrere Häuser.
    • Alle Opfer von Bockum-Hövel. Die ländlich geprägte Region wurde zum Schauplatz von Kriegshandlungen.
  • Alle Opfer der Inflation und der Hungersnot von 1802
  • Alle Opfer der Napoleonischen Kriege (1792 – 1815)
    • Alle Opfer der Besetzung der Napoleonischen Truppen am 23. Oktober 1806. Im Anschluss wurde die Stadt bis 1815 einverleibt.
  • Alle Opfer der Inflation und der Hungersnot von Hamm in 1817. Die verdorbene Kartoffelernte in 1830 führte erneut zu einer Hungersnot und auch in den Jahren 1845–1847 kam es nach verdorbenen Roggenernten zu Inflation und Hungersnot. Viele Familien wanderten nach Amerika aus.
  • Alle Opfer der Choleraepidemie von 1871, die 140 der rund 7000 Einwohner das Leben kostete
  • Alle Opfer vom 14. Mai 1889. In der Bahnhofsgegend kam es zu schweren Zusammenstößen von 60 bis 70 Arbeitern mit der Polizei.
  • Alle Opfer von 1890. Die Stadt wurde vom schlimmsten Hochwasser ihrer Geschichte heimgesucht.
  • Alle 348 Opfer des Grubenunglücks von 1908 auf der Zeche Radbod, eines der schwersten Unglücke des deutschen Steinkohlebergbaus.
  • Alle Gefallenen, Verunglückten, Getöteten im 1. Weltkrieg (1914 – 1918)
    • Alle Hungertote durch das Handelsembargo der Siegermächte des 1. Weltkrieges
    • Alle Opfer der Inflation und der wirtschaftlichen Not während und nach dem 1. Weltkrieg, die bis 1930 ging.
    • Alle Opfer des Zugunglückes am Bahnhof Heessen am 3. Dezember 1917. Ein Schnellzug und ein Zug, der Kriegsgefangene transportierte, stießen zusammen. 32 Menschen starben, 87 wurden darüber hinaus verletzt
  • Alle Opfer der Schlacht mit der Reichswehr in 1920, die durch den Kapp-Putsch ausgelöst wurde. Es gab Tote und Verletzte in einer „Roten Armee“, die aus Bergleuten bestand. Eine Eisenbahnbrücke explodierte. Drei Führer der unterlegenen Bergleute wurden standrechtlich erschossen.
  • Alle Opfer der Juden- und Zigeunerverfolgung während der NS-Zeit
  • Alle Opfer unter SPD- und KPD-Leuten, die 1933 zerschlagen wurden.
  • Alle Gefallenen, Hingerichteten, Verunglückten während des 2. Weltkrieges (1939 – 1945)
    • Alle Opfer der Bombenangriffe von 1940 auf die Stadt Hamm. Dabei trafen zwei Bomben die Liebfrauenkirche und richteten schwere Schäden an.
    • Alle Bombenopfer des schweren Angriffes am 4. März 1943, der vor allem der Westfälischen Union galt. Viele Tote waren zu beklagen
    • Alle 169 Tote des Grubenunglücks der Zeche Sachsen in 1944
    • Alle Opfer des Bombenangriffes am 22. April 1944, ein Großangriff auf das gesamte Stadtgebiet und die nähere Umgebung. Die Stadt lag in Trümmern. Etwa 240 Gebäude waren vollkommen zerstört, weitere 350 schwer beschädigt. Der Verschiebebahnhof, der Güterbahnhof sowie Wohnviertel im südlichen und westlichen Stadtgebiet waren besonders schwer getroffen. Dieser Angriff forderte die meisten Menschenleben in der Stadt.
    • Alle Opfer des Bombenangriffes am 31. Mai 1944. Die Bomben trafen das sogenannte „Russenlager“ (vorrangig Fremdarbeiter und Kriegsgefangene), mit ca. 200 Todesopfern.
    • Alle Opfer der Luftangriffe auf Hamm am 26.11. und 5.12.1944, in dem auch das Franziskanerkloster völlig zerstört wurde.
  • Alle Selbstmörder, alle Hingerichteten, alle Verunglückten
  • Alle weiteren Opfer von Pest- oder Seuchen
  • Alle Selbstmörder, alle Hingerichteten, alle Verunglückten
  • Alle Opfer der Siegerjustiz in der Nachkriegszeit
  • Alle Flüchtlinge aus den Ostprovinzen
  • Alle Hammer, die in den Rheinwiesenlagern waren
  • Alle Fahnenflüchtigen
  • Alle Fremdarbeiter
  • Alle Opfer infolge von Hunger, Krankheit und Not zu Kriegsende und in der Nachkriegszeit
  • alle Trümmerfrauen, die schwer gearbeitet haben
  • Alle Bürger dieser Städte, die in der Nachkriegszeit in Kriegsgefangenschaft waren und teilweise nicht zurückkamen
  • Alle nach Russland deportierten Hammer, die oft nicht zurückkamen
  • Alle vergewaltigten und sexuell missbrauchten Frauen, Mädchen und Kinder aller Zeiten
  • Alle Opfer von Kinderarbeit
  • Alle Opfer unserer Jugendämter in Sachen „Kinderklau“
  • Alle Opfer von Pädophilen
  • Alle Opfer von Satanisten und satanischen Ritualen
  • Alle Opfer von Pädophilen
  • Alle Homosexuelle und Lesben, die in der Vergangenheit verfolgt oder diffamiert wurden
  • Alle weiteren, nicht näher bezeichneten erdgebundenen Seelen aus Hamm

Liebe Wesen, ich möchte Euch heute sagen, dass ich Euch in Erinnerung behalte und dass Ihr alle viel, viel Wert seid. Viele von Euch wurden gedemütigt, vergewaltigt, ermordet, verwundet, ausgebombt, gefoltert, gequält, erniedrigt, geplündert, grausam behandelt und kamen gewaltsam uns Leben. Jedes Wesen ist sehr viel wert.

Viele von Euch waren Opfer der Kriege, verloren alles was sie hatten, ihre Eltern, ihre Angehörigen, ihre Ehemänner, ihr zuhause, ihre Kinder, oder mussten ihre Kinder allein großziehen. Viele wurden verfolgt, deportiert oder hingerichtet. Andere starben durch Krankheiten, fielen im Krieg, manchmal qualvoll und alleingelassen im Feld, in Lazaretten, in Gefangenschaft.  Einige starben in Grubenunglücken, qualvoll und allein. Viele von Euch wurden verschleppt oder hingerichtet und viele waren dabei unschuldig bzw. hatten sich den Tod nicht verdient. Andere saßen eine langjährige, unmenschliche Haft ab und überlebten die Haft nicht, oder waren danach gebrochene Menschen. Jeder von Euch hatte ein eigenes, bitteres Schicksal, das meist sehr grausam war.

Heute möchte ich Euch bitten, allen Wesen, denen ihr ein Leid zugefügt habt, um Vergebung zu bitten. In vergangenen Zeiten wurde oft hingerichtet, es gab mehr Gewalt in der Familie als heute, oder möglicherweise habt ihr jemand Unrecht getan, etwas gestohlen, oder Euch einen Vorteil zu Lasten eines anderen verschafft, jemanden gemobbt, unterdrückt oder belogen. Bittet Eure Opfer darum. Und alle, denen ein Leid zugefügt wurde, bitte ich, Euren Peinigern zu vergeben. Es ist vorbei und der Täter bereut es mit Sicherheit. Erst dann befreit Ihr Euch von Eurer Verstrickung.

Im Anschluss möchte ich Euch bitten, alles was Euch belastet loszulassen: Euren Kummer, Euer Leid, Euren Schmerz, Eure Angst vor Folter, Tod, Eure Sorge um Angehörige, die Wut, die Rachegefühle, Neid, Eifersucht, Hass. Belastet Euch damit nicht mehr und schüttelt das alles ab. Es ist alles lange vorbei. Dann seid ihr frei für einen Aufstieg in eine höhere Ebene.

Gott liebt uns alle, vollkommen und bedingungslos, unabhängig davon wie ihr gelebt habt. Wir sind alle würdig, um zu ihm zu gehen. Er straft auch nicht.

Allen Orten, in denen es schattig sein kann, schicke ich Licht. So schicke ich Licht insbesondere an folgende Orte:

  • An den Hauptbahnhof und an alle Bahnhöfe
  • An den Marktplatz, die Altstadt, das Rathaus und die Innenstadt
  • An die Pauluskirche
  • An Haus Kentrop und an das Kloster Marienhof
  • An die ehem. Burg Mark in Uentrop
  • An die St. Agnes-Kirche
  • An das Gelände der ehem. Stadtburg Hamm, die bis ins 20 Jahrhundert zerfallen ist und 1944 durch Luftangriffe völlig zerstört wurde. Heute ist sie durch ein Seniorenheim überbaut.
  • An die Hochschule Hamm-Lippstadt
  • An die Klosterbrauerei
  • An die Martin-Luther-Kirche
  • An das Stuniken-Haus
  • An alle Schiffe in der Lippe
  • An den Datteln-Hamm-Kanal
  • An die freimaurerische Johannisloge Zum hellen Licht
  • An das Einkaufscenter „Allee-Center“
  • An den Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel
  • An Schloss Heessen
  • An die St. Stephanus-Kirche in Bockum-Hövel
  • An das Marienhospital. An dieser Stelle stand davor der Nassauer Hof, in dem die französischen Könige residierten.
  • An Schloss Ermelinghof in Bockum-Hövel
  • An das ehemalige Kernkraftwerk THTR-300
  • An alle Kriegsgefangenenlager für Deutsche in der Nachkriegszeit
  • An alle heutigen und ehemaligen Kasernen
  • An alle Gebäude, die im Krieg zerstört wurden
  • An die Demontage bzw. Plünderung aller Produktionsanlagen nach den Weltkriegen
  • An alle Banken und Inkassounternehmen
  • An alle Flüchtlingsheime
  • An alle ehemaligen Hinrichtungsstätten, Scheiterhaufen und Galgenbergen
  • An alle geheimen, kultisch genutzten Orten oder Moscheen, in denen Hass gepredigt wird
  • An alle Flughäfen
  • An alle JVAs
  • An alle Plattenbausiedlungen, Multi-Kulti-Viertel und No-Go-Areas
  • An alle Massengräber, die von Behörden verschwiegen werden und von denen wir nichts wissen
  • An alle ehemaligen Stadtmauern
  • An alle Kasernen
  • An alle ehemaligen Lazarette
  • An alle Schulen, Ämter, Gerichte, Polizeistationen, Friedhöfe, Krankenhäuser, Altenheime, Psychiatrien, Kaufhäuser, Arztpraxen
  • An alle Jugendämter
  • An alle Jobcenter
  • An alle Geheimdienstzentralen, Freimaurerlogen, Advokaten,
  • und an alle weiteren dunklen Stellen in Hamm

Alle dunklen Schatten in Hamm werden hell. Alle Menschen, auch Arbeitslose, Obdachlose, Drogensüchtige, Prostituierte, Diebe und Verbrecher werden von Licht umhüllt, das alles durchdringt. All die negative Energie, so auch die durch abgebaute Stellen, stillgelegten Zechen und Betrieben, geschlossenen Polizeiämtern, transformiert sich in Licht.

Es wird heller und immer schöner. Die Lichter werden größer und größer, verbinden sich langsam untereinander und erreichen langsam alle Stellen der Stadt, bis Hamm in einem weißen, alles durchdringenden, heilenden Licht gebadet ist. Der Schatten hat gar keinen Platz mehr. Das Licht hat ihn erhellt, bis weit über die Stadtgrenzen hinaus.  Hass, Wut, Bosheit, Verbrechen, Gewalt, Neid, Machtgier, transformieren sich in Liebe, Frieden, Mut, Barmherzigkeit. Alle Menschen lieben sich. Sie umarmen sich und es kehrt Frieden ein. Glücklich sitzen die Hammer in der Altstadt und vergaßen die die Zeiten, in denen die Zechen geschlossen und die Brauerei geschlossen wurden. Mensch, Tier, Natur, alle sind glücklich und leben friedlich miteinander.

So sei es.